Kluges Risikomanagement fehlt

Bild: ZVEI e.V. / Alexander Grüber

„Der vom Bundesinnenministerium (BMI) vorgelegte Entwurf zum sogenannten zweiten IT-Sicherheitsgesetz ist weiterhin nicht zufriedenstellend und bleibt hinter den Erwartungen der Elektroindustrie zurück“, findet der ZVEI. Es seist anzuzweifeln, ob das Schutzziel Cybersicherheit auf die vorgeschlagene Weise effizient und zielführend adressiert wird. „Die Rechtsunsicherheit für die Hersteller und die Betreiber kritischer Komponenten in kritischen Infrastrukturen setzt sich fort. Dies wiegt besonders schwer, da der Gesetzesentwurf nicht nur auf Telekommunikationskomponenten zielt, sondern auch allgemein auf kritische Komponenten wie sie beispielsweise im Energiesektor eingesetzt werden“, kritisiert Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung.

Insbesondere müsse der Fokus auf kluges Risikomanagement gelegt werden, statt Technologiechancen auszuschließen. „Das Gesetz sollte auf Regelungen verzichten, die z.B. Kernfunktionalitäten der Industrie 4.0, wie z. B. Remote-Access, von vornherein ausschließen“, so Weber weiter. Es wäre besser regelmäßig eine ganzheitliche Bedrohungsanalyse durchzuführen. Darauf aufbauend können effektiv Maßnahmen umgesetzt werden, um kritische Infrastrukturen widerstandsfähiger zu machen.

Darüber hinaus mangele es dem Gesetz an einer Anknüpfung und Ausrichtung auf den europäischen Binnenmarkt. „Cybersicherheit endet nicht an Ländergrenzen. Nur bei entsprechender EU-Kompatibilität kann ein digitaler europäischer Binnenmarkt sichergestellt werden“.

Das könnte Sie auch Interessieren

Anzeige

Anzeige

Bild: Reiss Büromöbel GmbH
Bild: Reiss Büromöbel GmbH
Solide Prozesse für solide Büromöbel

Solide Prozesse für solide Büromöbel

Das 1882 von Robert Reiss gegründete Industrieunternehmen konnte sich mit dem Reiss-Brett, der Reiss-Zwecke und den Reiss-Rechenschiebern im Bewusstsein der Menschen verankern. Heute verbindet Reiss Büromöbel noch immer Technologie und Handwerk, um kundenindividuelle Büromöbel herzustellen. Im neu errichteten Werk sorgen Maschinenvernetzung und Datenintegration für einen sicheren Stand beim digitalen Wandel.

Bild: FingerHaus/BETH
Bild: FingerHaus/BETH
Roboter maßschneidern Holzbauelemente

Roboter maßschneidern Holzbauelemente

Roboter bringen Werkstoffe auf Bauelemente auf, sortieren und befestigen sie. Sie nehmen ihren menschlichen Kolleginnen und Kollegen monotone, körperlich belastende Aufgaben wie das Hantieren mit schweren, sperrigen Bauelementen ab – und das mit höchster Präzision und Wiederholgenauigkeit. Die Automatisierung unliebsamer Arbeitsschritte macht den Arbeitsplatz für die Mitarbeitenden attraktiver. Insbesondere in der Fertighausbranche ermöglichen Roboter, Häuser mit einer großen Varianz schnell, kosteneffizient und exakt zu realisieren.

Bild: Weinig Vertrieb und Service GmbH & Co. KG
Bild: Weinig Vertrieb und Service GmbH & Co. KG
„Maschinen in Echtzeit steuern und noch viel mehr“

„Maschinen in Echtzeit steuern und noch viel mehr“

Die in der HOB-Ausgabe 10/21 vorgestellte Weinig App Suite spricht alle Unternehmen aus der Holzbearbeitung an. Die Control Suite richtet sich vor allem an größere Unternehmen und insbesondere Anlagenbetreiber, die mindestens zwei Maschinen in einer Fertigungslinie betreiben. „Bei einem Schreiner mit nur einer Maschine macht sie wenig Sinn. Sie zeigt den Live-Zustand der Maschinen und spielt ihre Vorteile bei der Steuerung sowie Automatisierung einer Anlage aus“, sagt Florian Fluhrer im Gespräch mit der HOB-Redaktion. Er ist Portfoliomanager Digital Solutions und zuständig für die digitalen Lösungen, wie die mobile App Suite oder die Leitrechnertechnologie Weinig Control Suite.

Anzeige

Anzeige

Anzeige