- Anzeige -
| News
Lesedauer: 3 min
16. Oktober 2020
Umweltfreundliches Aufschlussverfahren für Holzreste gesucht
Bild: Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH

Holzreststoffe, wie z. B. Holz minderer Qualität, Landschaftspflegeholz oder Altholz, werden derzeit in geringem Umfang für die Papier- und Werkstoffherstellung genutzt. Der größte Teil der Holzreststoffe wird jedoch nicht stofflich verwertet. Maßgebliche Ursache ist die unzureichende Effizienz, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit verfügbarer Holzaufschluss- und Hydrolyseverfahren. Verfügbare Verfahren zum Holzaufschluss und zur Vorhydrolyse von Holz basieren vorrangig auf chemischen Prozessen mit konzentrierten Säuren, Laugen oder organischen Lösungsmitteln sowie hohen Temperaturen und Drücken und sind heute zum Teil nicht mehr wirtschaftlich. Als Alternativen stehen forschungsseitig die Steam Explosion (SE), die CO2-Explosion sowie eine Behandlung mit Wasserstoffperoxid im Fokus. Obwohl die umfangreichsten Untersuchungen bisher mit dem SE-Verfahren erfolgten, wurde jedoch noch keine industrielle Applikation an Holz realisiert. Die Lösung der technischen und wissenschaftlichen Probleme erfordert zunächst grundlegende experimentelle Untersuchungen an Modellrohstoffen. Ziel des vor kurzem gestarteten Projektes ist die ‚Stoffstromanalyse und Modellierung des Steam-Explosion-Prozesses zum Aufschluss von Lignocellulose als Grundlage für Bioraffinerieapplikationen‘. Grundlage bilden die vollständige Erfassung aller festen, flüssigen und gasförmigen Stoffströme sowie Untersuchungen zum Einfluss verschiedener Rohstoff- und Prozessparameter auf die quantitative und qualitative Zusammensetzung der Aufschlussprodukte. Letzteres erfolgt unter Einbeziehung bisher wenig untersuchter, für Bioraffinerie-Applikationen jedoch maßgeblicher Produkteigenschaften, insbesondere dem Separierungsgrad von Lignin- und Cellulosekomponenten sowie der Cellulosekristallinität. Entsprechende qualitative und quantitative Analysemethoden werden entwickelt. Weiterhin wird eine Intensivierung des quasikontinuierlichen SE-Aufschlusses durch neue Ansätze in der Prozessführung und apparative Modifizierungen angestrebt.

| News
Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH
www.ihd-dresden.de

Das könnte Sie auch interessieren

Geringere Heizkosten und bessere CO2-Bilanz

Mit Klemmsia Klemmen hat der Schreiner während seiner Arbeit immer eine Hand frei. Die Klemmzwingen helfen bei Montageeinsätzen beim Kunden und sind auch in der Werkstatt omnipräsent. Hergestellt werden diese praktischen Begleiter seit über 100 Jahren von der Ernst Dünnemann GmbH & Co.KG in Wagenfeld. Zu einer modernen Holzbearbeitung gehört immer auch eine leistungsstarke Absauglösung. Dort hat Höcker Polytechnik jetzt im laufenden Betrieb eine Wärmerückgewinnung eingebaut, was die Heizkosten und CO2-Bilanz erheblich gesenkt hat.

mehr lesen

Stabiler Messtisch zur Qualitätskontrolle

Zur Rationalisierung von Lieferketten verlagern immer mehr große Möbelhersteller die Aufgaben der Wareneingangsprüfung auf ihre Zulieferer. Diese benötigen Messvorrichtungen, mit denen sie die vorbearbeiteten Möbelteile qualitativ überprüfen können. Herkömmliche Messtische sind jedoch teuer und verfügen häufig nicht über digitale Kontrollmethoden. Die Herforder Prewi Mess- und Steuerungstechnik GmbH, Herstellerin von Systemlösungen für die Möbelbearbeitung, bietet mit den Messtischen der Modellreihe MTS-2000 zur vollautomatischen Vermessung plattenförmiger Werkstücke eine preiswerte und präzise Lösung: Ein intelligentes Bildverarbeitungssystem erübrigt aufwändige Kalibrierungen und liefert exakte Messdaten.

mehr lesen

Vakuum als helfende Hand

Von Ahorn bis Ulme – der Schweizer Holzexperte vonrickenbach.swiss verarbeitet pro Jahr über 1.000 Kubikmeter Laubholz zu Massivholzteilen sowie hochwertigen Möbeln. Seit einigen Monaten optimiert der Schlauchheber JumboErgo 120 mit pneumatischer Schwenkeinheit (PSE) von Schmalz den Beladeprozess der 5-Achs-CNC-Bearbeitungsmaschine. Das Ergebnis: Keine Krankheitsausfälle mehr durch Rückenprobleme und ein flüssigerer Arbeitsprozess.

mehr lesen