Ein Kundenauftrag mit kleinen Stückzahlen oder gar Losgröße 1: Beides fordert Kurztaktanlagen heraus (z.B. Direktbeschichtungen, Mehretagenpressen). Denn die Maschine umzurüsten ist zeitaufwendig und die Arbeitsvorbereitung kompliziert. Fehlt eine Platte, fällt das bei solchen kleinen Aufträgen eher ins Gewicht als bei größeren Mengen – schließlich macht es einen Unterschied, ob eine bis drei Platten benötigt werden oder zwanzig und mehr. Gerade bei Direktbeschichtungen kommt es jedoch häufiger vor, dass produktionsbedingt das Papier reißt und der Maschinenführer den Auftrag nicht komplett fertigstellen kann. Doch was passiert mit den fehlenden Platten?

ERP: längere Lieferzeiten, doppelte Kosten
Der begonnene Produktstapel geht an die Logistik und gelangt als erste Teillieferung zum Kunden. Die fehlende Menge muss die Produktion zu einem späteren Zeitpunkt nachliefern. Für diese Nachlieferung sieht der herkömmliche Weg über das ERP-System vor, einen neuen Fertigungsauftrag anzulegen. Abgeschlossene Planungsvorgänge können jedoch dazu führen, dass die Einplanung der Restlieferung erst mehrere Produktionstage später erfolgt. Für den Endkunden bedeutet das: Seine Ware kommt auf zwei Lieferungen verteilt an. Beim Produzenten entstehen währenddessen doppelte Lieferkosten. Der VCMC-HZ spannt Werkstücke seitlich. Sein beidseitiger Anschlag senkt Rüstzeiten und steigert die Leistung. Vier Spannhöhen und die Wahl zwischen Druckluft oder Mechanik garantieren Anwendern maximale Flexibilität. ‣ weiterlesen
Mehr Platz auf Konsolentischen
ASC: Vernetzung aller Systeme und Maschinen
Das geht effizienter. Das Ingenieurbüro Andreas Schlipf ist darauf spezialisiert, Softwarelösungen für Probleme zu entwickeln, wo Standardsoftware an ihre Grenzen kommt. Im beschriebenen Fall benötigen die Produktionsmitarbeiter mehr Handlungsfreiräume und Flexibilität, um spontaner auf solche Zwischenfälle reagieren zu können. Für die Direktbeschichtung hat das Büro eine Lösung mit Schnittstellen zu allen Systemen entwickelt, die während der Produktion Daten erzeugen oder benötigen, z.B. SPS-Systeme von allen Maschinen, ERP-Systeme, Industriedrucker, Hochregallager und deren Steuersysteme. Die ASC-Lösung ruft unter anderem Kundenaufträge aus dem ERP ab. Die Produktionsaufträge lassen sich jeweils anhand der eindeutigen Auftragsnummer über das ASC-System verfolgen – lückenlos während des gesamten Entstehungsprozesses. Verfügbar sind dabei Informationen über die produzierte Menge, die Anzahl der B-Ware, deren Ausschussgründe und alle anderen Ereignisse während der Produktion.
Produktion überwachen und spontan reagieren
Abteilungs- und Schichtbereichsleiter überblicken somit nicht nur simultan alle Vorgänge – sie können auch den Produktionsverlauf besser kontrollieren. Denn mit der ASC-Lösung sind sie imstande, die Produktion spontan umzuplanen. Indem bereits bei der Bestückung alle Anforderungen an das Rohmaterial vorhanden sind, lässt sich die Produktion zudem besser vorbereiten. Nimmt man eine Änderung an der Produktion im ASC vor, übermittelt die Software sie automatisch an das ERP-System. Zusätzlich können die Auftragsdaten aus dem ERP über das ASC benutzerdefiniert auf Lager- und Lieferetiketten gedruckt werden.
















