So wird die Dach + Holz International 2026

"Innovation und Tradition machen unsere Branche aus", sagt Dach + Holz-Messeleiter Robert Schuster im Vorfeld der Fachmesse im Februar in Köln.
„Innovation und Tradition machen unsere Branche aus“, sagt Dach + Holz-Messeleiter Robert Schuster im Vorfeld der Fachmesse im Februar in Köln.Bild: GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH

Herr Schuster, wie ist die Stimmung in der Branche mit Blick auf die Messe 2026?

Robert Schuster: Die Dach- und Holzbaubranche ist weiterhin gut aufgestellt, die Vorfreude ist groß. Wir waren und sind mit unserem Team unterwegs und haben mit vielen Ausstellern und Partnern gesprochen. Das kam gut an. Die Dach + Holz ist und bleibt der Treff für Dachdecker und Zimmerer. Und wir merken: Die Community will sich wieder persönlich begegnen, Erfahrungen teilen – und einfach gemeinsam die Zukunft gestalten.

Welche Unternahmen haben ihre Teilnahme bereits zugesagt?

Zahlreiche namhafte Aussteller sind schon dabei – von Ladenburger, Festool und Mafell über Roto bis hin zu Weinmann. Das zeigt uns: Die Branche steht hinter der Messe. Mit derzeit 80 Prozent nationalen und 20 Prozent internationalen Ausstellern bilden wir gesamte Bandbreite ab.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte setzen Sie?

Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Arbeitsschutz, Nachwuchs – und vor allem: Austausch. Wir planen drei Workspace-Bereiche: Zukunft in Halle 6, Retentionsdach in Halle 8 und Klempnerhandwerk von der Spengler-Meisterschule Würzburg als lebende Werkstatt mit Live-Vorträgen.

Welche Bereiche gibt es?

Wir nutzen die Hallen 6, 7, 8 und 9 und das Freigelände. Jede Halle hat thematische Schwerpunkte: Halle 6 für Steil- und Flachdach, Halle 7 für Holz und Dämmung, Halle 8 für Klempnertechnik, IT und Abdichtungen, und Halle 9 für Befestigungstechnik, Werkzeug und als Startup-Fläche. Wichtige Partner wie Holzbau Deutschland, ZVDH und BG Bau sind strategisch platziert.

Welche Rolle spielt der Standort Köln?

Köln ist wirtschaftlich stark im Bauhandwerk, gut angebunden und hat eine hohe Dichte an regionalen Betrieben. Von der Haltestelle Messe Deutz ist die Anreise einfach, mit dem Shuttle-Service und den Parkplätzen umso mehr. Unsere Aussteller sind schnell an der Zielgruppe, unsere Besucher können sich in diesem Umfeld gut austauschen. Wir freuen uns vor allem auf regionale Kooperationen, z.B. mit dem Landesverband Nordrhein und der Dachdecker- und Zimmerer-Innung Köln.

Was unterscheidet die Dach + Holz von anderen Fachmessen?

Unser Fokus liegt auf dem Bauhandwerk, auf Dachdecker, Zimmerer und Klempner. Im Vordergrund steht der Community-Gedanke. Besucher können sich besonders auf unsere Sonderflächen freuen, die Netzwerkfläche von DeinDach by Hemmersbach im Außenbereich etwa.

Worauf können sich die Besucher außerdem freuen?

Auf die Neuheit unserer Aussteller natürlich und auf viele Produkte. Aber auch auf eine dichte Atmosphäre mit vielen Angeboten, Ideen und Austausch. Wir haben unsere Startup-Fläche auf 30 Aussteller erweitert, bieten mit dem Branchen-Tattoo ein neues Erlebnis mit einem Tätowierer, und unsere Dachdecker- und Zimmerer-Nationalmannschaften zeigen ihr Können. Hinzu kommen Events wie der International Tuesday, der Empfang der Dachdeckermädelz und unser Branchenabend am Donnerstag.

Wie tragen Sie dazu bei, Nachwuchs zu gewinnen?

Das liegt uns sehr am Herzen. Wir arbeiten mit Verbänden zusammen und sprechen bereits jetzt Schulklassen in NRW an. In Halle 9 haben wir eine Aktionsfläche mit Rennsimulator, und wir planen Rundgänge mit Schnitzeljagd. Die Nationalmannschaften trainieren vor Ort und sind Vorbilder für junge Leute. Innovation und Tradition verbinden – das macht unsere Branche aus.