
Eigentlich wollte Marvin Rawert 2016 seine Selbstständigkeit nebengewerblich ausüben. Die hohe Nachfrage ließ ihm jedoch keine andere Wahl – und seine Selbstständigkeit wurde zum Selbstläufer. Denn Rawerts Philosophie funktionierte sofort: Höchste Ansprüche an die handwerkliche Ausführung und die verwendeten Materialien als Basis für zufriedene Kunden. Dabei ist die Dichte an Möbelschreinereien in seiner Region in der Eifel hoch. Für gute Ideen und erstklassige Arbeiten ist seiner Meinung nach aber immer Platz. Und als 2022 ein defekter Akku seine Werkstatt erst in Brand setzte und dann in Schutt und Asche legte, nutzte der junge Meister die Katastrophe als Chance: In nur sechs Monaten baute Rawert alles wieder auf und investierte zugleich in CNC-Technik und einen Lackier- und Trockenraum.
Möbel besser als der Standard
Heute beherbergt die ehemalige Bauernscheune eine moderne, gut organisierte Werkshalle, in der das neunköpfige Team der Möbelmanufaktur Rawert hauptsächlich hochwertige Möbel baut. Bald soll eine Ausstellung beim Beraten der Privatkunden helfen. Denn: „Ich kann nur bessere Sachen verkaufen, wenn der Kunde mehr als den Standard kennt“, erklärt der Schreinermeister. Zusätzlich möchte er mit der Ausstellung mehr Laufkundschaft erreichen, liegt die Holzmanufaktur doch nahe des Laacher Sees – einem touristischen Anziehungspunkt.
Auszugsführung statt Reklamation
Schon heute lädt er Kunden in seine Werkstatt ein, um ihnen einen Eindruck von den hochwertigen Materialien, den nachhaltigen Vorteilen von regionalem Holz und den Funktionen moderner Beschläge zu zeigen. „Hettich hat viele Lösungen, die andere nicht haben“, sagt Rawert über seine Partnerschaft zum Beschlaghersteller. Vor allem schätzt er die gute Verarbeitbarkeit der Beschläge. Das Team ist zudem überzeugt von der Actro-5D-Auszugsführung für seine selbstgebauten Holzschubkästen. „Ohne die Führung gab es häufiger Reklamationen. Das ist glücklicherweise nun nicht mehr der Fall.“
Problemlos nachrüstbare Führung
Mit Actro 5D sei der Betrieb nämlich flexibler und könne Schubkästen individuell ausstatten, etwa mit Push-to-Open-Funktionen. „Die Führung lässt sich auch problemlos nachrüsten.“ Ein gutes Beispiel für den anspruchsvollen Möbelbau seiner Holzmanufaktur ist ein deckenhoher Kleiderschrank – individuell nach Kundenwunsch geplant und mit Hettich-Beschlägen umgesetzt, unter anderem mit Actro 5D.

Deckenhoher Kleiderschrank
Viele Details dieses Schranks zeugen von durchdachtem Design. Modern wirkt er zudem dank des Farbkonzepts: Korpusse in Eukalyptusgrün, Fronten in Angoragrau Top-Matt und Holzschubkästen aus Eiche sowie Elemente in Massivholz oder Echtholzfurnier, die mit Rohholz-Effektlack behandelt wurden. Der Schrank unterteilt sich in fünf Bereiche: Links außen ein offener Garderobenbereich mit Haken, Ablagefläche und zwei Schubkästen. Daran schließen offene Regalfächer mit darüberliegendem Kleiderlift an. Der Tablar-Auszug von Hettich schafft bei Bedarf zusätzliche Ablagefläche, und das Scharnier Sensys mit integrierter Dämpfung in Obsidianschwarz unterstreicht die Hochwertigkeit des Möbels.
90 Grad herausziehbar
Bei einer Deckenhöhe von 2,50 Metern hängt die Liftkleiderstange in einer Höhe von 2,30 Metern. Sie lässt sich um 90 Grad heraus- oder herunterziehen. Mittig befindet sich ein Bereich mit Einbaunische für einen Fernseher. Darunter bieten vier Holzschubkästen Stauraum, darüber ist hinter Drehtüren zusätzlicher Stauraum verfügbar. Der rechte Bereich fällt durch schräge Fachböden speziell für Schuhe auf, während ein vertikales Fach für das Bügelbrett vorgesehen ist.
Detailwissen und Verbesserungstipps
Ebenso wie diesen Kleiderschrank, baut die Holzmanufaktur jedes Möbel nach der Fertigstellung in der Werkstatt zur Qualitätssicherung auf. Das Team prüft alle Funktionen – schließlich soll es bei der Montage vor Ort keine Pannen geben. Auch die Beschläge spielen hierbei eine Rolle. „Wir schätzen die Tipps von unserem Hettich-Kundenberater“, erläutert Rawert. „Denn bei so vielen Produkten wissen wir nicht immer detailliert, was wir besser machen könnten, und würden viel Zeit mit Suchen bringen. Wir sind eng im Dialog, das läuft wunderbar.“
















