Kleben trotz Frost und Hitze

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Droht Frost, können einige Klebstoffe nicht mehr versendet werden. Betriebe sollten sich mit diesen Produkten früh eindecken. – Bild: Rudolf Ostermann GmbH

Die Umgebungstemperatur kann das Lagern und Verarbeiten von Klebstoffen beeinflussen. Einige Klebstoffe reagieren dabei empfindlicher als andere. Das betrifft sowohl Frost im Winter als auch Hitze im Sommer. Bei Frostgefahr können Händler bestimmte Klebstoffe demnach nicht versenden. Tischler und Schreiner sollten sich deshalb rechtzeitig mit geeignetem Material versorgen.

Wasserhaltige Klebstoffe lagern

Wegen ihres hohen Wasseranteils sollte Anwender Weißleime ausreichend warm lagern. Das gilt auch für Lackleime, flüssige PUR-Klebstoffe und Härter. Bei zu niedrigen Temperaturen kann die Klebekraft dieser Produkte abnehmen. Schlimmstenfalls wird das Produkt sogar wirkungslos.

Schmelzkleber verarbeiten

Auch bei Schmelzklebern können Temperaturen zu Fehlverklebungen führen. Bei EVA-Schmelzklebern kann Durchzug dazu führen, dass Klebstoff an der Auftragswalze einer Kantenanleimmaschine zu schnell abkühlt. Dann kann die Kante keine ausreichende Verbindung mit der Platte eingehen. Bei PUR-Schmelzklebern dagegen ist die höhere Reaktivität bei hohen Temperaturen zu beachten. Darum sollte die Verarbeitungstemperatur im Schmelzkleberbecken entsprechend niedrig sein.

Reaktion von PUR-Klebstoffen

Bei anderen PUR-Klebstoffen können extreme Temperaturen im Sommer die Reaktion beschleunigen. Grund dafür ist die hohe Luftfeuchtigkeit. Dadurch verkürzt sich die offene Zeit des Klebstoffs.

Kontaktkleber bei Raumtemperatur

Spritz- und Sprühkontaktkleber brauchen für den korrekten Auftrag ein unter Druck stehendes Treibmittel. Extreme Wärme und Kälte können den Druck im Behälter beeinflussen – und damit auch die Auftragsfähigkeit. Darum sollten Anwender diese Produkte möglichst bei Raumtemperatur lagern.