
Qualitativ hochwertiges Fensterholz, beschriftet und sortiert nach Kundenwunsch – dafür steht das Keilzinkwerk Hunkeler aus dem Schweizer Altishofen. Um diesen Anspruch zu erfüllen, setzt das Unternehmen auf eine moderne Fertigung. Als sich Hunkeler mit dem Wunsch nach einem neuen Materialfluss an Paul Maschinenfabrik wandte, war eine große Herausforderung bei der Planung und Umsetzung im Werk der Platzmangel. Diese Hürde überwindet die Anlage von Paul durch ein kompaktes Layout sowie die nahtlose Einbindung von Komponenten: einer Hobelmaschine von Kuper und einem Scanner von Microtec. Dabei tritt Paul als Systemlieferant auf, der alle Prozess- und Sicherheitssignale der Maschinen zusammenführt und steuert.
Entstapelung bis Qualitätskontrolle
Der automatisierte Materialfluss dieser neuen Anlage beginnt bei der rohstoffschonenden Beschickung. Dazu übergibt eine Vakuumentstapelung das Holz lageweise auf einen Kettenförderer. Im nächsten Schritt erfolgt die Materialvereinzelung, die an eine Hobelmaschine gekoppelt ist. Nach der Oberflächenbearbeitung gelangt die Ware über einen Querförderer zum Herzstück der Qualitätskontrolle: Ein von Microtec gelieferter und von Paul integrierter Scanner erfasst das Holz im Durchlauf und erkennt Fehlerstellen sekundenschnell. So ermittelt das System aus jedem Werkstück die höchstmögliche Wertschöpfung.
Mit dem Aufzug zur Kappsäge
Um das hohe Niveau der vorhandenen Sortierung zu erreichen, bauten die Paul-Konstrukteure einen Werkstückaufzug ein. Er befördert das gescannte Holz in die Höhe zur C14-Kappsäge. Sie wiederum führt die Kappschnitte durch, während ein Abfallförderband anfallende Resthölzer aus dem Prozess ausschleust. Anschließend trennt eine automatisierte Sortierlinie die Keilzink- von den Fixlängen. Während die Keilzinkware sofort sortiert wird, laufen die Fixlängen an dieser Station vorbei auf die bestehende Sortieranlage.
Anlage nach Kundenwunsch
„Durch die intelligente Verknüpfung von moderner Steuerung und präziser Mechanik fällt bei Hunkeler deutlich weniger Abfall an“, sagt Paul-Vertriebsmitarbeiter Michael Brosy. „Die Holzausbeute wurde maximiert, der Personalaufwand gesenkt und die hohe Qualität der Ware langfristig gesichert.“ In enger Zusammenarbeit zwischen Hunkeler, Paul mit deren Schweizer Vertriebspartner Holmag sowie Kuper und Microtec entstand eine Anlage nach Kundenwunsch für eine wettbewerbsfähige Produktion.
















