Möbelindustrie

Es geht aufwärts

Eigentlich sind die Zahlen ja gut – wenn auch noch nicht auf Vor-Corona-Niveau. Aber mit einem Umsatzplus von 4,3 Prozent im ersten Halbjahr 2021, das die deutsche Möbelindustrie verzeichnet, lässt es sich leben. Mit dazu beigetragen habe der Auslandsumsatz, wie der VDM meldet. Er stieg in diesem Zeitraum 2021 kräftig um 10,6 Prozent. „Der Trend der Steigerung der Exportquote von 16,3 auf 32 Prozent von den Jahren 2000 bis 2019 setze sich fort, erklärte Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie. Die anziehende Nachfrage stelle die Branche vor die Herausforderungen, wie die der Materialengpässe. Hier sei keine baldige Entspannung in Sicht. Mitte 2023 werde die Branche das Vor-Corona-Niveau erreichen, rechnet Kurth.

Bild: VDM

In der jüngsten VDM-Verbandsumfrage gaben 42 Prozent der befragten Möbelhersteller an, dass sich die Materialversorgung im Juli 2021 gegenüber dem Vormonat weiter verschärft hat und es wegen der Engpässe zu Einschränkungen und Verzögerungen in der Produktion komme.

Die aktuelle Umsatzentwicklung falle in den einzelnen Segmenten der deutschen Möbelindustrie höchst unterschiedlich aus. Die Küchenmöbelhersteller verzeichneten einen kräftigen Umsatzanstieg um 16,3 Prozent auf rund 2,8Mrd.€ und wiesen damit eine wesentlich bessere Performance als andere Segmente auf. Einen überdurchschnittlichen Anstieg registrierten auch die Hersteller von Polstermöbeln, deren Umsätze von Januar bis Juni 2021 um 17,5 Prozent auf rund 500Mio.€ zulegen konnten. Auch das kleinste Segment der Branche – die Matratzenindustrie – wies ein Umsatzplus in Höhe von 3,5 Prozent auf rund 363Mio.€ aus. Die Umsatzentwicklung des größten Segments der Möbelindustrie – den sonstigen Möbeln (darunter Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel) sowie Möbelteilen – fiel mit minus 5,8 Prozent auf 2,8 Mrd.€ dagegen negativer aus als im Branchendurchschnitt.

Verband der Deutschen Möbelindustrie e. V.

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