Türöffner zum Kostensparen

Bei Riwag Türen in der Schweiz entstehen jede Woche rund 800 Türen, auf Wunsch maßgeschneidert. Um die Prozesse effizienter mit höherem Automatisierungsgrad zu gestalten, hat das Unternehmen eine neue Spritzlackieranlage in Betrieb genommen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Vakuumkomponenten von Schmalz.
 Mit dem Flächengreifsystem FMP von Schmalz optimiert Riwag die Abläufe beim Türenhandling.
Mit dem Flächengreifsystem FMP von Schmalz optimiert Riwag die Abläufe beim Türenhandling.Bild: J. Schmalz GmbH

Im Jahr 1943 gegründet, spezialisierte sich die Schreinerei Rickenbach und Wiget zunächst auf Furnierarbeiten. Mitte der 1970er entstand die erste Haustür – der Grundstein für den Unternehmenserfolg war gelegt. In der Folgezeit gab es eine Reihe von Erweiterungen und einen kontinuierlichen Ausbau des Portfolios. Heute ist Riwag in dritter Generation familiengeführt. Das Unternehmen agiert als Partner, der seine Kunden von der Planung bis zur Türmontage begleitet. In Arth im Kanton Schwyz entstehen Außen- und Innentüren, Holz-Metall-Türfronten, Brand-, Rauch- und Schallschutztüren sowie Blendrahmen und verglaste Trennwände.

 In der Maschine werden die Türen geschliffen, lackiert, getrocknet, etikettiert und sortiert.
In der Maschine werden die Türen geschliffen, lackiert, getrocknet, etikettiert und sortiert.Bild: J. Schmalz GmbH

Variantenvielfalt als Herausforderung Riwag beschäftigt 75 Mitarbeiter und besitzt weit über 100 Zulassungen für die verschiedenen Schutzarten. Die Türsysteme werden auf die relevanten Eigenschaften geprüft und zertifiziert. Die zentrale Datenbereitstellung erfolgt per PPS-System in der Arbeitsvorbereitung. Mit diesen Daten durchlaufen die Türen alle Fertigungsstufen (Stückzahl-1-Fertigung). Eine Herausforderung ist die Variantenvielfalt, weswegen die Schweizer stets bestrebt sind, Prozesse weiter zu automatisieren. Handlungsbedarf bestand beim Schleifen und Lackieren der Türen. Das erfolgte bis dato manuell, ein externer Malerbetrieb übernahm die Tätigkeiten. „Wir suchten einen Weg, diese Schritte zu automatisieren und haben daher die Anlagenbauer R. Wick und Robert Bürkle beauftragt, eine Anlage nach unseren Vorstellungen zu konstruieren“, berichtet Remo Albisser, Projektleiter Maschinen. Komplette Vakuumtechnik geliefert Die Handhabung der Türen sollte mittels Vakuumtechnik erfolgen. Einen geeigneten Partner mussten Albisser und die Maschinenbauer von R. Wick nicht lange suchen. Schmalz genießt bei Riwag seit Jahren einen guten Ruf. Komponenten des Vakuumexperten kommen in verschiedenen Maschinen zum Einsatz und arbeiten zur Zufriedenheit der Schweizer. „Schmalz ist mittlerweile der Lieferant für jegliche Vakuumtechnik im Betrieb“, sagt Albisser. Der Dichtschaum des Greifers ist silikonfrei und erfüllt damit eine wesentliche Anforderung der Türenspezialisten. Für Riwag ist es wichtig, die Anzahl der Lieferanten möglichst gering zu halten, um die Einheitlichkeit zu wahren und die Kommunikation zu vereinfachen. Entsprechend schnell waren sich die Projektpartner einig, und die Spezialisten von Schmalz in der Schweiz legten die Anlage auf Basis von FMP-Flächengreifern aus. Energie effizient genutzt Entwickelt hat Schmalz den FMP als Universalgreifer für die Handhabung von Werkstücken unabhängig von Größe und Geometrie, Material und Oberfläche. Tests belegen, dass die FMP-Baureihe eine um durchschnittlich 86 Prozent höhere Saugkraft als vergleichbare Greifer bietet. Bei Riwag kommen 16 der Greifer samt Ventilen und Federstößeln zum Einsatz. Dank Strömungsoptimierung wird die eingesetzte Energie effizient genutzt, was die Betriebskosten nachhaltig senkt, heißt es vom Hersteller. Weil Riwag Türen in vielen verschiedenen Varianten mit unterschiedlichen Abmessungen produziert, musste auch die Vakuumtechnik flexibel ausgelegt sein: Statt weniger großer arbeiten viele kleine Saugstellen am Greifer, sodass er die unterschiedlichen Geometrien zuverlässig erfassen kann. Die Ventile schalten das Vakuum nach Bedarf an den geforderten Stellen.

Produktivität gesteigert Die Türen werden auf Paletten an die Anlage geliefert und dort vermessen. Anschließend hebt das Greifsystem sie in die Maschine, in der sie geschliffen, lackiert, getrocknet, etikettiert und sortiert werden. Ein weiterer Greifer führt die Türen am Ende der Anlage wieder auf Paletten zurück. Diese Bearbeitungsschritte mit Vakuumtechnik zu automatisieren, hat sich für Riwag ausgezahlt. „Das Türenhandling läuft absolut sicher, was uns ein strukturiertes Bearbeiten der Werkstücke und eine kontinuierliche Wochenarbeitsleistung ermöglicht. Wir sind produktiver geworden“, schätzt Albisser ein. Durch die Automatisierungslösung verbraucht Riwag heute auch weniger Lösungsmittel und Lacke. Und die Bediener kommen mit der Anlage gut klar. Anfangs mussten sie sich an den Umgang mit Vakuumtechnik gewöhnen. „Nach einer Testphase ist das Vertrauen in Schmalz von allen Seiten sehr groß“, so Albisser.

Gute Noten gibt es auch für die Zusammenarbeit von dem Maschinenbauer und dem Spezialisten für Vakuumtechnik. „Schmalz hat mit der Projektbetreuung eine Punktlandung erzielt. Das System funktioniert reibungslos, ohne dass Nachbesserungen erforderlich sind – das spart uns Zeit und Geld“, fasst Albisser zusammen. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis habe gestimmt und einer weiteren Kooperation stehe nichts im Wege: „Wenn wir etwas Neues bauen, greifen wir wieder auf Vakuumtechnik von Schmalz zurück.“

www.schmalz.com

www.riwag.ch

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