VDMA fordert Standort-Upgrade

Laut aktueller VDMA-Konjunkturerhebung bewerten 35% der Unternehmen ihre Lage als schlecht oder sehr schlecht.
Laut aktueller VDMA-Konjunkturerhebung bewerten 35% der Unternehmen ihre Lage als schlecht oder sehr schlecht.Bild: VDMA e.V.

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau kämpft mit sinkender Wettbewerbsfähigkeit. Laut aktueller VDMA-Konjunkturerhebung bewerten 35% der Unternehmen ihre Lage als schlecht oder sehr schlecht. Nur 22% erwarten eine Besserung in den nächsten sechs Monaten. „Der Standort Deutschland steht unter Druck“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Es brauche dringend Reformen, um Kosten zu senken und Investitionen anzukurbeln.

Herausforderndes Jahr erwartet

Zwar erwarten 47% der Unternehmen, dass ihr Umsatz steigen wird – jedoch meist unter 5%. Die Auftragslage bleibt angespannt, 34% sehen sie als großes Risiko. Trotz sinkender Zinsen handeln viele Firmen bei Investitionen weiterhin entsprechend zurückhaltend.

Nordamerika als Hoffnungsträger

42% der Unternehmen bewerten ihre Absatzchancen in Nordamerika als gut oder sehr gut. In Deutschland hingegen empfinden 54% die Situation als schlecht. Auch für China sind die Aussichten verhalten.

Moderator Personalabbau absehbar

Rund ein Viertel der Unternehmen plant in den nächsten sechs Monaten einen Personalabbau, während 60% die Stammbelegschaft halten wollen. „Viele Firmen vermeiden es, Leute zu entlassen, doch ein leichter Stellenabbau ist wohl nicht zu verhindern“, sagt Florian Scholl vom VDMA.