Stück für Stück mehr Gewinn

 Blick auf das Werksgelände von C2R mit den zwei Fertigungslinien
Blick auf das Werksgelände von C2R mit den zwei FertigungslinienBild: Vecoplan AG

Das wirtschaftliche Umfeld für Holzaufbereiter ist in Frankreich sehr herausfordernd. So erlebt es Christophe Lagarde, der gemeinsam mit seinem Bruder die Geschäfte von C2R führt. Im französischen Saint-Junien im Departement Haute-Vienne gelegen, sind außer den Brüdern noch fünf weitere Mitarbeiter beim Holzaufbereiter beschäftigt: in der Instandhaltung, der Produktion und der Verwaltung. „Zum einen schwinden die Baumärkte, was die Auftragslage der Sägewerke bremst“, führt Lagarde die Lage aus. „Dadurch gibt es weniger Restholz, aus dem wir unter anderem Biomasse-Brennstoff herstellen – und teurer wird es auch.“ Zum anderen schießen die Verkaufszahlen moderner Holzöfen in die Höhe. Das wiederum steigert die Nachfrage nach Holz für die Energiegewinnung. Oder auf den Punkt gebracht: „Es werden nicht genügend Bäume gefällt und aufbereitet.“

 Dank des neuen Vorbrechers VVB kann C2R eine größere Menge unterschiedlicher Materialien aufbereiten.
Dank des neuen Vorbrechers VVB kann C2R eine größere Menge unterschiedlicher Materialien aufbereiten.Bild: Vecoplan AG

130.000t Holz in zwei Geschäftsbereichen

Zurzeit verarbeitet C2R 130.000t Holz im Jahr, indem es Sägewerksneben- und Waldprodukte verwertet. „Wir haben zwei Geschäftsbereiche“, sagt Lagarde: „Wir liefern Produkte für die Papierindustrie und wir produzieren Brennstoffe für regionale Firmen.“ Schon seit der Gründung setzt C2R auf Vecoplan, wenn es darum geht, die unterschiedlichen Holzprodukte aufzubereiten. Bertrand Thiebold von der französischen Niederlassung des Unternehmens weiß, warum die Wahl auf Vecoplan fiel: „Wir beraten unsere Kunden, planen die Technik und finden gemeinsam spezifische Lösungen.“ Zu den Aufgaben gehöre auch ein ganzheitliches Projektmanagement sowie Montage, Inbetriebnahme und Service.

Gemeinsam Einschränkung überwinden

Mit diesen Argumenten konnte sich der Westerwälder Maschinenbauer gegen Marktbegleiter durchsetzen und zwei Linien liefern: eine für Hackschnitzel für die Papierindustrie sowie eine, um Brennstoffe aus Biomasse herzustellen. Vecoplan hat die Erwartungen von Lagarde erfüllt – aber der zunehmende Wettbewerb beim Einkauf verlangte, dass C2R die Prozesse am Standort verbesserte. „Wir hatten in den vorherigen Linien zwei Komponenten, die die verschiedenen Rohprodukte zerkleinerten“, sagt er. „Allerdings mussten wir uns bei der Holzbeschaffung einschränken, weil wir z.B. Biomasse für die Herstellung von Brennstoffen aufgrund der Anlagengröße nicht aufbereiten und damit nicht kaufen konnten.“ In der aktuellen wirtschaftlichen Lage habe sich das Unternehmen das nicht mehr leisten können. Die Verantwortlichen suchten und fanden eine Lösung erneut bei Vecoplan.

Vier Phasen zum fertigen Produkt

Sägemehl, Sägewerksabfälle, Kappstücke, Rinde, Paletten, Waldhackschnitzel – C2R bereitet eine Menge unterschiedliches Restholz auf. Gerade an die Herstellung von Brennstoff sind die Anforderungen hoch. Schließlich soll er nicht nur einen möglichst stabilen Feuchtgehalt aufweisen, sondern auch die Korngröße im Zerkleinerungsprozess erreichen, die in den Lastenheften festgelegt ist. Dafür hat C2R die Fertigung in vier Phasen unterteilt: „Zuerst dosieren wir die Rohmaterialien entsprechend dem gewünschten Feuchtigkeitsgehalt auf den geforderten Qualitätsstandard. Im zweiten Schritt trennen wir mit einem Scheibensieb Holz >100mm von der Masse ab. Das gelangt nun zu unserem neuen Holzvorbrecher der Baureihe VVB von Vecoplan.“ Um das Endprodukt zu kalibrieren, das heißt um Feinanteile und Überlängen aus den hochwertigen Fraktionen zu entfernen, wird das Material in einem Schwingsichter der Baureihe VSS abgesiebt. Er besteht aus geneigten, kreisförmig schwingenden Siebkästen, die selbsttragend in einem Stahlgestell aufgehängt sind. Die schwingende Bewegung erzielt einen hohen Trenneffekt.

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