
Eine Delegation deutscher Möbelhersteller und -zulieferer bereiste kürzlich Chicago und New York mit dem Ziel, US-Marktpotenziale zu prüfen und Kontakte zu knüpfen. Den fünftägigen Aufenthalt stießen die Verbände der Deutschen Möbelindustrie an, gemeinsam organisiert mit der Deutsch-Amerikanischen Außenhandelskammer in Chicago und New York. Das Bundeswirtschaftsministerium förderte die Reise. Teilnehmende Firmen stellten ihre Produkte nordamerikanischen Partnern vor. Zu den Herstellern gehörten unter anderem Raumplus, Konektra und Weinbaums. An den Konferenzen beteiligten sich zudem Häcker Küchen, JAB Anstoetz, Walter Knoll und Wilkhahn.
Programm und Schwerpunkte
Der Besuch begann in Chicago mit einem Treffen, das Einblicke in lokale Märkte bot, gefolgt von Konferenzen und Gesprächen. Ein Schwerpunkt lag auf dem Austausch mit Architekten, Innendesignern und Projektentwicklern. Dem Projektleiter der Deusch-Amerikanischen Handelskammer Chicago, Jan-Felix Kederer, zufolge sind solche Zusammenarbeiten essenziell. In New York setzte das Programm mit weiteren Besprechungen zu Marktlage, Konferenzen und Geschäftsgesprächen die Initiative fort.
Markt und Nachfrage
Laut einer Marktstudie der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer bietet der US-Möbelmarkt auf mittlere Sicht Raum für Wachstum für deutsche Anbieter – trotz Einfuhrzölle. Demnach sind besonders langlebige, designorientierte und nachhaltige Lösungen gefragt. Außerdem liegt der Onlineanteil im Möbeleinkauf bereits über 30 Prozent. Der Studie zufolge steigert das die Bedeutung von digitalen Präsentationsformen, 3D-Daten und schneller Lieferfähigkeit.
Größe und Bedeutung
Mit einem Marktvolumen von rund 190 Milliarden Dollar im Jahr 2025 sind die Vereinigten Staaten der weltweit zweitgrößte Möbelmarkt nach China. Bis 2030 ist in diesen Segmenten ein jährliches Wachstum von drei bis vier Prozent zu erwarten. Für die deutsche Möbelindustrie gelten die USA darum als wichtigster Exportmarkt außerhalb Europas.
















