
Betonteile überzeugen Bauherren durch Dauerhaftigkeit, schnelle Montage und geringen Personalbedarf auf der Baustelle. Seit ihrer Gründung 1996 versorgt Beton-Fertigteil-Union (BFU) mit Sitz im baden-württembergischen Schramberg-Waldmössingen Kunden mit diesen Lösungen – darunter Treppen, Balkone und Decken. In drei Produktionsstätten fertigt das Unternehmen mit etwa 80 Mitarbeitern die mehrere Tonnen schweren Bauelemente.
Auf Maß zugeschnittene Schalungen
Die Betonfertigteile entstehen in Schalungen, die die Fachkräfte in der Schreinerei der BFU zuvor auf Maß zuschneiden. In der Produktionshalle gießen sie anschließend den Frischbeton in die Schalungen – mit Bewehrungen aus Stahl bestückt, verdichtet und geglättet. Nach dem Aushärten schalen die Mitarbeiter die Bauteile aus, prüfen sie auf Qualität sowie Maßhaltigkeit und bereiten sie für den Transport zur Baustelle vor.
Schalplatten ergonomisch handhaben
„Für die Handhabung der Schalplatten an unserem CNC-Bearbeitungszentrum suchten wir nach einer ergonomischen Lösung“, berichtet BFU-Produktionsleiter Rasim Shabani. Die Schreinerei verarbeitet beschichtete Spanplatten mit einem Gewicht von bis zu 80 Kilogramm und einer Fläche von bis zu sechs Quadratmetern. „Unsere Beschäftigten klagten über Rückenschmerzen durch die anstrengende Arbeit“, sagt er. „Außerdem benötigten wir immer mindestens zwei Personen, um die ausladenden Platten zu bewegen.“ Etwa 14 dieser Platten mussten die Mitarbeiter jeden Tag in die Fräse ein- und auslegen.

Gesucht: Schwenkbare Hebehilfe
Die Anforderungen: Die Hebehilfe musste schwenkbar sein und mindestens 100 Kilogramm bewegen können. Der Sauggreifer sollte sich an verschiedene Plattenmaße anpassen lassen. „Und natürlich war uns wichtig, dass das Gerät einen Staubfilter besitzt, einfach bedienbar und schallgedämmt ist“, fasst der Produktionsleiter die Ansprüche zusammen.
Gefunden: Regionale Partnerschaft
Fündig wurde BFU mit dem Vakuumschlauchheber JumoErgo 140 von Schmalz. „Schmalz hatte man uns empfohlen, weil das Unternehmen für Qualität und Anwenderorientierung steht“, erklärt Shabani. Außerdem sei der Firmensitz in Glatten weniger als 30 Kilometer vom eigenen Standort entfernt. „Wir arbeiten gerne mit Partnern aus der Region zusammen.“ Gemeinsam überlegten die beiden Unternehmen, welche Ausstattungsvarianten sinnvoll und notwendig sind. „In allen Abteilungen fühlten wir uns sehr gut beraten und aufgehoben“, erinnert er sich.
Vakuumschlauchheber mit Lenker
„Wer schon einmal eine 80-Kilogramm-Holzplatte händisch bewegt hat, weiß: Das geht ordentlich in den Rücken“, sagt der Produktionsleiter. „Statt zu stemmen und zu wuchten, nutzen unsere Fachkräfte nun den Vakuumschlauchheber und steuern ihn einfach über einen Drehgriff.“ Der erinnert an einen Motorradlenker – für die intuitive Bedienung des Hebers und um die schweren Platten millimetergenau auf dem CNC-Bearbeitungszentrum zu positionieren.

Federzug hält Gleichgewicht
Der JumboErgo hängt an einem Säulenschwenkkran, der mit seinem Arbeitswinkel von 270 Grad flexibel ist. Die Last gleitet weich vom Stapel zur Maschine, auch bei vollem Gewicht. Der modulare Flächengreifer packt zuverlässig zu und lässt sich an unterschiedliche Formate anpassen. Ein wichtiges Detail ist der Federzug FZG, der den Schlauchheber im Gleichgewicht hält – eine unverzichtbare Komponente ab einer Bedienbügellänge von 750 Millimetern
Gesunde Mitarbeiter, hohe Durchsätze
Seit Frühjahr 2024 ist der Schlauchheber bei BFU im Einsatz. „Die Kollegen arbeitet gerne damit, weil sie die schweren Platten nun ohne Mühe bewegen können“, sagt Shabani. Das komme auch dem Unternehmen selbst zugute. „Die Prozesse laufen jetzt flotter ab, und unsere Beschäftigten können sich wichtigeren Arbeitsschritten annehmen, die Köpfchen verlangen.“ Für die Schreinerei der BFU rechnet sich der JumboErgo daher dreifach: Die Mitarbeiter bleiben gesund, die Durchsatzraten steigen und die Werkstücke landen da, wo sie hingehören.

















