
Fenster sind Hightech-Produkte, an die eine Vielzahl von Anforderungen gestellt werden. Sie müssen sich bei Sturm und Schlagregen ebenso bewähren wie bei Gluthitze und staubigen Tagen im Sommer. Die Käufer erwarten von ihnen eine lange Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren, die es mit der Haltbarkeit ihrer Immobilie aufnehmen kann. Damit solche Erwartungen nicht enttäuscht werden, gilt es, auf hohe Qualität zu achten. Wie aber unterscheidet man gute von minderer Qualität? Manche Mängel wie große undichte Verbindungsstellen, sind auch für Laien sichtbar. Auch wenn Fensterbeschläge nicht richtig festgeschraubt sind, fällt das häufig auf. Doch das Gros möglicher Schwachstellen ist für ungeschulte Verbraucher gar nicht zu erkennen und offenbart sich häufig erst in der Nutzung. Lockern sich dann Beschläge oder Griffe, ist es häufig schon zu spät. Hier hilft als Qualitätsgarant das RAL-Gütezeichen für Fenster, Fassaden und Haustüren. Denn es fixiert Leistungsmerkmale für Materialien und Produktionsabläufe und stellt gleichzeitig klare Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit. „Besonders wertvoll ist das RAL-Gütezeichen, weil es sich nicht nur auf die Produktion selbst, sondern auch auf die Montage von Fenstern und Türen erstreckt und damit einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt“, erläutert der Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Frank Lange. „Denn das beste Fenster nützt nichts, wenn es schlecht montiert ist.“
Nicht zu verwechseln ist das RAL-Gütezeichen – gut erkennbar am prominenten Prüfsiegel – mit der CE-Kennzeichnung. Das CE-Zeichen steht für den gesetzlich vorgeschriebenen Mindeststandard. Das RAL-Gütezeichen geht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Denn mit der RAL-Kennzeichnung verpflichten sich die teilnehmenden Unternehmen zur Eigen- und Fremdüberwachung der Fertigungs- und Montageabläufe. Geprüft wird unter anderem auf Luft- und Schlagregendichte, auf die Windlast ebenso wie auf Schallschutz und auf die Energieeigenschaften. Dabei ist genau festgelegt, dass gründlich und nach festgelegten Abläufen geprüft wird. „Die RAL-Gütezeichen garantieren Verbraucherschutz. Denn besonders ausgebildetes Personal, Prüfeinrichtungen in der Fertigung sowie eine kontinuierliche Eigen- und Fremdüberwachung durch akkreditierte, neutrale Prüfinstitute sind Kernelemente für die RAL-Teilnahme“, erklärt Geschäftsführer Frank Lange. So ist die Gu?tegemeinschaft berechtigt und verpflichtet, die Benutzung des verliehenen Gu?tezeichens sowie die Einhaltung der Gu?te- und Pru?fbestimmungen zu u?berwachen.
Die Kontinuität der Überwachung für das RAL-Gütezeichen ist durch einen entsprechenden Vertrag nachzuweisen. Zudem haben sich die Prüfungen mit dem Stand der Technik und den Ansprüchen der Verbraucher kontinuierlich entwickelt. So wurden beispielsweise Kriterien für umweltfreundliche Fenster fixiert. Dazu gehören ressourcenschonender Materialeinsatz, geringe Umweltbelastung durch die Fensterfertigung sowie umweltgerechte und ressourcenschonende Verwertung der Altfenster. Die Bezeichnung RAL geht übrigens auf die Weimarer Republik zurück. Denn bereits 1925 wurde der „Reichsausschuss für Lieferbedingungen“, kurz RAL, geschaffen, dessen Grundideen in verändertem Zuschnitt bis heute im RAL-Bestand haben.
















