Zugeschnitten auf den Benchmark

Best Ager, das sind Menschen um die 50, denen Gesundheit und körperliche Fitness wichtig sind, die aber auch finanziell unabhängig sind. Sie machen über 90% der Zielgruppe von Morelo aus, haben sie doch oft ihr ganzes Berufsleben ihr Führungspositionen gearbeitet – und geben diese Positionen jetzt an die nächste Generation weiter. Ihr neues Ziel: Europa erleben, oder sogar ein Stück mehr. Dafür können sie ihr mobiles Zuhause ganz nach Geschmack aus sieben Baureihen wählen, die zudem individualisierbar sind. Entscheiden können sie sich z.B. für einen Home, Loft Liner oder Palace. Die Luxusausführung ist der Grand Empire.

 Die Schlüsselfelder Schreinerei wurde jüngst mit 
einer automatisierten Lager-Zuschnitt-Zelle auf den 
technisch neusten Stand gebracht.
Die Schlüsselfelder Schreinerei wurde jüngst mit einer automatisierten Lager-Zuschnitt-Zelle auf den technisch neusten Stand gebracht.Bild: Brandort Markenschmiede

ControllerMES steuert Maschinensaal

Seit der Gründung 2010 hat sich Morelo zum Marktführer im Luxussegment von Reisemobilen entwickelt. Um diesen Erfolg fortzuschreiben, setzt Morelo auf hochwertige Fertigung. Neben dem Produktionsumfang bedeutet das, zuerst die Fertigungstiefe auszubauen. So wird das Unternehmen möglichst unabhängig von Zulieferern und kann schnell auf wechselnde Umstände reagieren. Dafür hat Morelo in einen Maschinensaal inklusive Fertigungsleitstand-Software ControllerMES investiert.

 Das Storeteq P-500 fungiert als Lager für die Zuschnittzelle, aber auch für die gesamte Produktion.
Das Storeteq P-500 fungiert als Lager für die Zuschnittzelle, aber auch für die gesamte Produktion.Bild: Brandort Markenschmiede

Auftragsbezogen in Losgröße 1

Technisch hat sich Morelo in den vierzehn Jahren mehrfach neu erfunden. Schließlich will man stets neue Maßstäbe in der Fertigung setzen. Dafür investiert das Unternehmen regelmäßig, wie Geschäftsführer Robert Crispens berichtet: „Letztes Jahr haben wir knapp 11Mio.€ investiert, dieses Jahr werden es 15Mio.€ sein.“ Derzeit baue man ein zweites Werk, um die Fertigungslinien zu entkoppeln. Dabei ist Morelo ein Hersteller, der in Baukästen denkt und in diesem Rahmen individuelle Kundenwünsche erfüllt: Von den sieben Modellen hat jedes bis zu zehn Grundrisse, hinzu kommen diverse Sonderbauoptionen. „Wir fertigen bewusst in einem Mix dieser Modelle“, schildert Produktionsleiter Tobias Jäger. „Und das auftragsbezogen in Losgröße 1, wobei die Fahrzeuge eine getaktete Fertigung durchlaufen.“

Übergeordnetes Ziel: Einzellos

Die neue Zuschnittzelle besteht aus drei Nestinganlagen mit Flächenlager. Mit ihr hat Morelo nicht nur moderne Technologie im Unternehmen verankert, man hat auch die Fertigungsstrategie und -logik überarbeitet: Vom Maschinenpark bis zur Software stehen Planung und Fertigung völlig neu da. So fasst der Betrieb künftig vor allem mehrere Fahrzeuge in einem Auftrag zusammen, um sowohl Effizienz als auch Materialausbeute zu erhöhen. Teils arbeitet man bereits so, bislang gab es jedoch verschiedene Bedarfstermine und mehrere Fahrzeuge wurden zusammengefasst nach Blockdenken gefertigt. „Künftig teilen wir nach Bedarfstermin auf, wobei wir einzeln oder zusammengefasst arbeiten“, erläutert Morelo-Projektingenieur Eric Macke. „Dann fräsen wir ein Bauteil exakt zu dem Termin, zu dem es gebraucht wird.“ Zugleich ist übergeordnetes Ziel aller Prozesse: auf das Einzellos herunterbrechen. Dass das erfolgreich funktioniert, dafür ist das ControllerMES-Fertigungsleitsystem von Homag verantwortlich. Es macht die Produktionsplanung, die Steuerung und das Monitoring transparent – von der Übernahme der Auftragsdaten bis zur Vollständigkeitskontrolle in der Kommissionierung.

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