
Die Säge ist häufig ein Nadelöhr in der Produktion, auch und vor allem im Handwerk. Deshalb liebäugeln immer mehr Schreinereien mit dem teil- bzw. vollautomatisierten Zuschnitt. Die Vorteile liegen auf der Hand: entlastete Mitarbeiter, gleichbleibend hohe Maschinenleistung und bessere Position im Kampf um Fachkräfte. Genau hier spielen die Robotersägen SawTec S-300 und S-400 FlexTec von Homag ihre Stärken aus. Denn sie verfügen jeweils über einen Roboter und sind technisch so ausgelegt, dass sie die Losgröße-1-Fertigung über längere Strecken mannlos erledigen können. Alternativ lassen sich die Sägen bequem von Hand bedienen – ganz flexibel und nach Bedarf.
Säge-Roboter-Kombination auf jede Anforderung zugeschnitten
Die leistungsstarke Einstiegskonfiguration nutzt Erkenntnisse aus Kundeneinsätzen, um dem Handwerk einen kostengünstigen Einstieg in den automatischen Plattenzuschnitt zu ermöglichen. Stichwort: Preis-Leistungs-Verhältnis. Durch zahlreiche Erweiterungen können Schreinereien die Säge-Roboter-Kombination exakt auf die Anforderungen zuschneiden. Und so erhöhen sich Produktivität, Flexibilität und Bedienkomfort im manuell Betrieb gezielt. Für den Roboterbetrieb bedeutet das eine effiziente Losgröße-1-Fertigung mit bis zu 1.000 Teilen pro Schicht. Das wiederum sorgt für geringe Stückkosten pro Teil, einschließlich einer geringen Fehlerquote. Verantwortlich dafür ist ein mannloser Betrieb bis zum Stapelwechsel – oder sogar eine Geisterschicht, denn die Säge arbeitet auch nach Feierabend weiter. Der Bedienerbetrieb dagegen ist flexibler und freut sich über die volle Handlungsfreiheit.
Roboter und Lager optimieren Plattenzuschnitt
Ob Systemwände oder Büroeinrichtung: Feco-Feederle in Karlsruhe schafft Raum für Erfolg. Klaus-Michael Feederle leitet das Familienunternehmen zusammen mit seiner Schwester Corona in vierter Generation und baut den Maschinenpark stetig aus. Im Interview mit Homag verrät er, vor welchen Herausforderungen er stand und wie er ihnen begegnet ist. Der VCMC-HZ spannt Werkstücke seitlich. Sein beidseitiger Anschlag senkt Rüstzeiten und steigert die Leistung. Vier Spannhöhen und die Wahl zwischen Druckluft oder Mechanik garantieren Anwendern maximale Flexibilität. ‣ weiterlesen
Mehr Platz auf Konsolentischen

Herr Feederle, welche Produkte stellt Ihr Betrieb hauptsächlich her?
Klaus-Michael Federle: Unser Fokus liegt darauf, anspruchsvolle Projekte mit Feco-Systemwänden und markenstarken Büroeinrichtungen umzusetzen. Dabei übernehmen wir die komplette Raumgestaltung für Bürogebäude, Forschungs- und Bildungseinrichtungen von der Planung und Konstruktion über die Fertigung bis zur Montage. Schwerpunkt ist die hohe Eigenfertigungstiefe. Aktuell beschäftigen wir dafür 125 Mitarbeiter.
Welchen Herausforderungen standen Sie vor der Investition gegenüber?
Vor der Investition haben wir mit einer Holzma-HPL22 gefertigt, also einer horizontalen Hubtischsäge aus dem Jahr 1993. Unsere Platten haben wir konventionell in einem Regallager und in Stapeln gelagert, von wo aus wir sie per Stapler zur Säge gefahren haben. Das Plattenhandling gestaltete sich äußert zeit- und personalaufwändig, da in der Regel zwei Personen für das Beschicken, Umstapeln und Abstapeln nötig waren. Das Rohplattenformat war auf 4.100mm begrenzt und das Abstapeln der großformatigen Zuschnitte nicht ergonomisch. Durch das schiebende Handling waren wir zusätzlich immer wieder mit zerkratzten Oberflächen konfrontiert.
Wie sind Sie diesen Herausforderungen begegnet?
2023 haben wir in eine Robotersäge-Lager-Kombination aus SawTeq S-300 FlexTec und StoreTeq P-500 investiert. Das Lager ist durch zwei zusammenschaltbare Einlagerplätze und ST71-Traverse für Platten mit einer Größe bis zu 5.600mm ausgelegt. Zusätzlich haben wir uns für das Messsystem-Schnittqualität (MSQ) entschieden, das unsere Schnittqualität automatisch überwacht.
Welche Vorteile haben sich durch die Investition ergeben?
Der erhöhte Automatisierungsgrad hat uns einige Vorteile gebracht. Zum Beispiel entlastet das automatische Vakuumhandling unsere Mitarbeiter. Vom Plattenlager bis zum fertig geschnittenen Teil verbessert es die Plattenqualität und verringert den Ausschuss. Zusätzlich ist unser Personalbedarf gesunken, was bedeutet, dass wir unsere Mitarbeiter für andere, wertschöpfende Tätigkeiten einsetzen können – ein wichtiger Punkt im Kampf um Fachkräfte.
- überwacht automatisch Schnittqualität durch regelmäßig geprüfte Kantenausbrüche
- berücksichtigt festgelegte materialabhängige Warn- und Grenzwerte
- beurteilt objektiv und regelmäßig: häufigere Qualitätsmessung und eindeutige Ergebnisinterpretation bei reduzierten Bedienereingriffen
- ermöglicht bedarfsgerechten Sägeblattwechsel: maximal ausgenutzte Sägeblattstandzeit und erhöhte Verfügbarkeit
- erkennt abgenutztes Sägeblatt: vermeidet Ausschussteile im automatischen Betrieb
- erhöht Prozesssicherheit und schafft Potenzial für weitere Prozess- und Kostenoptimierungen















