Wie vermeidet man Kaltfugen?

Image edgeband tape for the manufacture of furniture panels
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1. Akklimatisierung der Kanten
Nach der Anlieferung sollten die Kanten mindestens 24 Stunden in einem geheizten Raum lagern. Erst danach können sie verarbeitet werden.

2. Akklimatisierung der Platten
Plattenmaterial benötigt noch mehr Zeit. Für sie empfiehlt sich die Lagerung in einem geheizten Raum von mindestens 48 Stunden. Kaltes Material kann die Qualität der Bekantung beeinträchtigen.

3. Temperatur der Produktion
Die Lufttemperatur in der Produktion sollte durchgehend bei mindestens 15 Grad Celsius liegen. So entstehen ideale Bedingungen für das Verkleben aller Materialien.

4. Temperatur des Materials
Nicht nur die Raumtemperatur entscheidet, sondern auch die Temperatur des Materials selbst. Die ideale Verarbeitungstemperatur für Kanten und Platten liegt zwischen 15 und 25 Grad Celsius.

5. Das Werkstück vorwärmen
Im Winter lässt sich kaltes Material schlecht verleimen. Bei einer Kantenanleimmaschine mit Vorwärmeinheit empfiehlt es sich, diese unbedingt einzuschalten. Schon wenige Grad Erwärmung verändern das Verhalten des Klebstoffs spürbar: Er benetzt besser, haftet besser und das Ergebnis ist stabiler. Das gilt für EVA, PO und PUR.

6. Klebstofftemperatur richtig messen
Das Display der Maschine zeigt zwar einen Wert, doch die tatsächliche Temperatur an der Walze oder an der Düse kann um bis zu zehn Grad Celsius abweichen. Bereits dieser Unterschied beeinflusst die Verbindungsqualität. Daher ist es ratsam, direkt am Auftragsort die Temperatur zu messen, etwa mit einem Infrarotthermometer. Das technische Datenblatt des Klebstoffs enthält zusätzliche Empfehlungen.

7. Vorsicht bei Zugluft
Keine kalte Luft sollte auf die Maschine gelangen, insbesondere nicht auf den Bereich zwischen Klebstoffauftrag und Druckzone. Offene Fenster und Türen sollten daher geschlossen werden. Denn schon ein kurzer Luftzug kann den Klebstoff abkühlen – und so die Verbindung schwächen.