Vom Einstieg bis zur Linie

GoSP
Pro S: für die Großserienprodukte – Bild: Biesse Deutschland GmbH

Vergangenes Jahr hat Biesse sein Maschinenportfolio vereinheitlicht und neu strukturiert. Das Namenskonzept beruht seitdem auf einem einfachen Schema: Rover steht für den Materialbereich Holz und Fin für die Oberflächenbearbeitung, also Kalibrieren und Schleifen. Die Segmente Go, Up und Pro unterscheiden zwischen handwerklicher Nutzung, wachsendem Produktionsumfeld und industrieller Fertigung. Zusätze wie P oder R verweisen auf spezifische Ausstattungen oder erweitere Funktionen. Diese Systematik soll eine schnelle Orientierung und Auswahl der Maschine für die jeweilige Anwendung bieten.

Hohe Durchsatzraten in der Industrie

Die Breitbandschleifmaschine Rover Fin Pro S hat der Hersteller für industrielle Anwendungen entwickelt. Mit einer Arbeitsbreite bis zu 1.350 Millimeter richtet sie sich an große Betriebe, die hohe Durchsatzraten und reproduzierbare Oberflächenqualität wünschen. Besonders gedacht ist die Maschine für die Bearbeitung von Massivholzplatten, Furnieren und Verbundwerkstoffen. Dafür sorgt die stufenlos regelbare Vorschubgeschwindigkeit. Technische Merkmale sind eine robuste Bauweise, präzise Führungen und eine Absaugung bis 10.000 Kubikmeter pro Stunde.

Einfache Integration in Fertigungslinien

Die Pro-Serie bietet eine Steuerung mit digitaler Bedienoberfläche inklusive Speicherfunktion für verschiedene Programme. Hinzu kommen erweiterte Automatisierungsoptionen, die eine Integration in bestehende Fertigungslinien erlauben. Je nach Ausstattung sind typische Anwendungen die Herstellung von Möbelfronten, Fenster- und Türrahmen sowie die Bearbeitung von Parkett, Treppenstufen und lackierten Oberflächen. Vor allem an Möbelfertiger richtet sich Biesse mit der Maschine, aber auch an Fenster- und Türenbauer sowie Betriebe der Innenausbaubranche.

Planetenaggregat für gleichmäßigen Abtrag

Die Rover Fin Pro S für die Bearbeitung von Ober- und Unterseiten erweitert dieses Angebot um ein Planetenaggregat, das eine Bearbeitung mit gleichmäßigem Materialabtrag ermöglicht. Diese Ausbaustufe erlaubt eine Integration in Lackstraßen und kommuniziert mit dem Linienleiter für eine automatische Maschineneinrichtung. Mit Touchscreen und Programmspeicher ist sie für anspruchsvolles Schleifen im Bereich Holz und Lack ausgelegt, wo hohe Planparallelität und Oberflächengüte gefordert sind. Typische Einsätze sind die Herstellung von Parkett, lackierten Möbelfronten, Möbeln und Designelementen aus Massivholz und Plattenwerkstoffen.

Prozesssicherheit mit bis zu vier Schleifköpfen

Mit einer Arbeitsbreite von bis zu 1.350 Millimeter und einem stufenlosen Vorschub von fünf bis 30 Metern pro Minute ist sie für den industriellen Dauerbetrieb ausgelegt. Zudem verfügt sie über verschiedene Schleifaggregate und -körnungen. Die Aggregatkonfiguration ermöglicht den Einsatz von bis zu vier Schleifköpfen. Vor allem spezialisierte Holzverarbeiter und Industriebetriebe spricht Biesse mit dieser Maschine an, die auf Prozesssicherheit angewiesen sind.

Robuste Bauweise für anspruchsvolle Materialien

Für die Bearbeitung anspruchsvoller Materialien hingegen hat Biesse die Rover Fin Pro S R mit digitaler Bedienoberfläche und Diagnosefunktion entwickelt. Dafür verfügt sie über eine verstärkte Maschinenkonstruktion, einen Antrieb von 15 Kilowatt und arbeitet auch bei hohen Abträgen präzise. Ausgestattet ist die Maschine mit einer Arbeitsbreite bis zu 1.350 Millimeter sowie einem Rollenschleifaggregat. Möglich ist ein Vorschub von fünf bis 25 Meter pro Minute. Zu ihren Einsatzbereichen gehört unter anderem die Herstellung von Massivholzmöbeln, Treppen und Innenausbauelementen.

057 W RoverFinUpS5 03 D5 i5
Flexibilität von Industrie bis Handwerk mit der Up S – Bild: Biesse Deutschland GmbH

Schleifzentrum für den Mittelstand

Die Rover Fin Up S hingegen ist als Schleifzentrum für kleine und mittlere Industriebetriebe konzipiert. Touchscreen und Programmspeicher dieser Maschine versprechen Flexibilität und Leistung. Ihre kompakte Bauweise und ihre Arbeitsbreite bis 1.350 Millimeter erlauben eine leichte Integration in bestehende Produktionsprozesse. Der Vorschub von fünf bis 25 Meter pro Minute gestattet Anwendern die Bearbeitung von Massivholz, Furnier und Platten.

Variabel bestückbares Planetenkopfaggregat

Technisch bietet sie eine kompakte Bauweise sowie je nach Konfiguration über zwei bis fünf Schleifaggregate. Hinzu kommen eine benutzerfreundliche Steuerung und eine integrierte Absaugung von 6.000 Kubikmeter pro Stunde. Ihr Planetenkopfaggregat X-Spinn besitzt fünf Getriebebereiche mit je drei Planetenkopftellern. Der Besatz dieses Aggregats lässt sich je nach Anwendung variabel bestücken. Mit der Up-Serie richtet sich Biesse an Betriebe, die eine Schleifmaschine für mittlere Stückzahlen und wechselnde Anforderungen suchen, etwa Tischlereien, Möbelhersteller und Handwerker mit industriellem Anspruch.

Günstiger Einstieg für kleine Stückzahlen

Für kleine Stückzahlen ausgelegt ist die Rover Fin Go S. Zur Arbeitsbreite bis 1.100 Millimeter kommen bei dieser Schleifmaschine ein bis zwei Schleifaggregate. Ihr Vorschub von drei bis 15 Meter pro Minute erlaubt die Bearbeitung von Massivholz, Furnier und kleinen Serien. Technische Merkmale sind eine robuste Bauweise, eine einfache Bedienung und eine Absaugung bis 3.000 Kubikmeter pro Stunde. Die Go-Serie mit analoger oder digitaler Steuerung soll einen günstigen Einstieg bieten.

Gleichmäßige Oberflächen mit Querbandaggregat

Die Rover Fin Go S P mit einem Vorschub von drei bis zwölf Meter pro Minute ergänzt die Go-Serie um ein Querbandaggregat für gleichmäßige Oberflächenbearbeitung. Diese Variante mit einer Arbeitsbreite bis 1.350 Millimeter ist gedacht für Handwerksbetriebe. In der Herstellung von Möbeln kommt sie ebenso zum Einsatz wie bei Türen und Designelementen aus Massivholz.

Schleiftechnik für jeden Anspruch

Mit der Rover-Fin-Serie will Biesse ein umfassendes Angebot an Schleifmaschinen für die Massivholz- und Plattenbearbeitung bieten, das von handwerklicher Einzelfertigung bis zu industrieller Serienproduktion reicht. Die Segmentierung in Go, Up und Pro ist als Erleichterung gedacht: Anwender sollen die passende Maschine für jede Anwendung schnell finden.