
Vom automatisierten Plattenhandling über Beschickungssysteme bis hin zu robotergestützten Bearbeitungszentren: In der Holzbearbeitung übernehmen intelligente Anlagen immer mehr Arbeiten. Das stellt hohe Ansprüche an die Lineartechnik. Eine wichtige Rolle dabei spielen Profilschienenführungen, die Werkzeuge, Werkstücke oder ganze Bearbeitungseinheiten positionieren und bewegen – und so hohe Taktzahlen und eine wirtschaftliche Fertigung sichern. Doch wo Holz bearbeitet wird, fallen Staub und Späne an. Die feinen Partikel setzen sich auf nahezu allen Komponenten ab, was vor allem Führungssysteme herausfordert. Entsprechend wichtig sind daher Ansätze, die diese Führungssysteme vor Schmutz und Verschleiß schützen.
Mit mehrstufigen Konzepten gegen Staub und Späne
Denn gelangen Staub und Späne in die Laufbahnen von Profilschienenführungen, können sie die Schmierung beeinträchtigen, den Verschleiß erhöhen und langfristig die Präzision der Anlage verringern. Dichtungssysteme beugen all dem vor. Bewährt haben sich dabei mehrstufige Konzepte, die sowohl grobe Späne als auch feine Stäube zurückhalten. Moderne Profilschienenführungen verfügen daher über verschiedene Dichtungsvarianten und zusätzliche Abstreifer, die sich an die jeweiligen Einsätze anpassen lassen. Hiwin bietet verschiedene Ausführungen an – je nach Verschmutzungsgrad und Einsatzbedingung. So lassen sich Führungssysteme bereits in der Konstruktion auf ihre Anwendung abstimmen.
Abdichten und Schmieren verlängern Lebensdauer
Ein weiterer wichtiger Baustein sind Abdeckbänder für Profilschienen. Sie verschließen die Befestigungsbohrungen, verhindern das Eindringen von Staub und Nässe und verbessern die Abstreifwirkung, was die Lebensdauer der Führung verlängern kann. Neben einer wirksamen Abdichtung spielt auch die Schmierung eine wichtige Rolle für die Lebensdauer von Führungssystemen. So verringert ein stabiler Schmierfilm Reibung und Verschleiß und schützt die Laufbahnen dauerhaft. Besonders für sehr staubige Anwendungen eignen sich Langzeit-Schmiereinheiten: Sie versorgen die Führung dauerhaft mit Schmierstoff, verkürzen Wartungszeiten und erhöhen die Maschinenverfügbarkeit.
Wie eine Linearführung vor Korrosion schützen?
Doch nicht nur Staub und Späne beeinflussen die Lebensdauer von Linearführungen. Feuchtigkeit, schwankende Temperaturen und regelmäßige Reinigungen können ebenfalls Korrosion begünstigen. Für solche Fälle bietet Hiwin verschiedene Ansätze zum Korrosionsschutz an. Neben speziellen Beschichtungen ist mit Hires eine Ausführung für Profilschienenführungen verfügbar, bei der alle Stahlkomponenten aus korrosionsbeständigem martensitischem Stahl bestehen. Das erhöht die Beständigkeit gegenüber Korrosion und ermöglicht den Einsatz auch in rauen Umgebungen.
Führungssystem trifft Schmierstoffverteilung
Für Anwendungen mit hoher Staubbelastung stehen spezielle Profilschienenführungen mit erweitertem Schutz bereit. Ein Beispiel dafür ist die UR-Baureihe von Hiwin. Entwickelt für anspruchsvolle Umgebungen, vereint sie hohe Tragfähigkeit und Steifigkeit mit konstanten Verschiebewiderständen. Die Schmierstoffverteilung schmiert zuverlässig alle Walzkörper in jeder Einbaulage. Gemeinsam mit Dichtsystemen und Abstreifern schützt sie vor Schmutz – in Anwendungen, in denen Staub, Späne und hohe Belastungen alltäglich sind.
Wegmessung und Führungssystem
Da keine Holzbearbeitungsmaschine der anderen gleicht, werden individuell anpassbare Führungssysteme wichtiger. Verschiedene Vorspannungs- und Genauigkeitsklassen, Dichtungsausführungen, Langzeit-Schmiereinheiten oder Korrosionsschutze erlauben es, die Führungen an die Maschinen anzupassen. Ebenso wichtig sind integrierte Wegmesssysteme: Sie erfassen Positionen im Führungssystem und ermöglichen die präzise Positionierung von Bearbeitungs- und Handhabungsachsen. Dass Führungssystem und Wegmessung in einer Komponente vereint sind, spart Bauraum, was kompaktere Maschinen erlaubt.
Die Lebensdauer entscheidet sich in der Entwicklung
Die Basis für eine lange Lebensdauer und hohe Verfügbarkeit legen Maschinenbauer jedoch bereits in der Entwicklung. Belastungen aus Beschleunigungen, Vorschubkräften und Taktzahlen müssen sie ebenso berücksichtigen wie Verschmutzungsgrad und Umgebungsbedingung. Hiwin unterstützt in dieser Phase mit digitalen Auslegungswerkzeugen, mit denen sich Belastungen und Lebensdauer früh berechnen lassen. Über den Online-Konfigurator können Nutzer die Führungen anschließend individuell an die jeweilige Anwendung anpassen.
Führungen, Motoren und Antriebe aus einer Hand
Neben Profilschienenführungen bietet Hiwin weitere Komponenten für Holzbearbeitungsmaschinen. Dazu zählen Kugelgewindetriebe für Vorschubachsen, Torquemotoren der Baureihe TM-5 für dynamische Rundachsen sowie weitere lineare und rotative Antriebe. Anwender erhalten so aufeinander abgestimmte Komponenten aus einer Hand.

















