Grüner Appell zur nachhaltigen Transformation

Anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums veröffentlicht der Verband der deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI) einen Zehn-Punkte-Plan zum Umbau der deutschen Wirtschaft. „Deutschland übernimmt am ersten Juli die EU-Ratspräsidentschaft und damit die Rolle als Vermittler, Makler und Ideengeber“, erklärt VHI-Geschäftsführerin Anemon Strohmeyer. „Wir sehen das als Chance für die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft.“

Im grünen Appell des VHI heißt es unter anderem: „Die deutsche Holzwerkstoffindustrie sieht sich traditionell dem nachhaltigen Wachstum verpflichtet. Wir stehen für die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder, die ressourceneffiziente Verwendung der Rohstoffe, die Schaffung langlebiger und recyclingfähiger Produkte und verstehen uns am Ende der Kreislaufwirtschaft als Säule der Energiewende: Der im Holz gespeicherte Kohlenstoff wird in unseren Produkten gebunden und nach mehrmaliger Nutzung in Kaskaden hocheffizient energetisch verwertet. Wir produzieren in geschlossenen Kreisläufen und schaffen innovative, nachhaltige Produkte für die Bereiche Bau, Möbel und Verpackungen. So sichern wir Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Lebensstandards. Wir können unseren Beitrag zur nachhaltigen Transformation des Wirtschaftssystems leisten. Und wir werden unseren Beitrag leisten – auf nationaler und auf europäischer Ebene.

Als größter Produzent in Europa unterstützen wir uneingeschränkt den ‚European Green Deal‘ und das ambitionierte Ziel, Europa bis 2050 klimaneutral umzubauen. Dafür muss jetzt der Grundstein gelegt werden. Es liegt in der deutschen Verantwortung, die europäische Vorreiterrolle anzunehmen. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft bietet hierfür die Gelegenheit.“

Welche Maßnahmen für die Transformation aus Sicht der Holzwerkstoffindustrie erforderlich sind, hat der VHI in einem Zehn-Punkte-Plan dargelegt.

Thematik: Allgemein
| News
Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V.
www.vhi.de

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Gataric Fotografie
Bild: Gataric Fotografie
Holzkopf im allerbesten Sinne

Holzkopf im allerbesten Sinne

Im Technologie- und Gewerbepark Eberswalde in der Nähe von Berlin entsteht das größte Holzmodulwerk Deutschlands – die neu entstandene Marke timpla der Renggli Deutschland GmbH setzt mit einer Produktionsfläche von 20.000m² neue Maßstäbe für die Fertigung klimafreundlicher und mehrgeschossiger Gebäude. Grund genug für ein Gespräch mit Geschäftsführer Roland Kühnel über die künftige Rolle von Holzmodulen beim Bau nachhaltiger Häuser.

Bild: Barbaric GmbH
Bild: Barbaric GmbH
Traditionelle Türen, 
moderne Maschinen

Traditionelle Türen, moderne Maschinen

Das 1936 gegründete Familienunternehmen Nießing aus dem Münsterland fertigt hochwertige Türen für den Innenbereich in exklusiver Möbelqualität. Ob massiv, furniert, HDF lackiert oder mit Alueinlage – der traditionsreiche Tischlerbetrieb setzt dabei auf hochmoderne Maschinen und Anlagen aus dem Hause Barbaric.

Bild: Universal Robots (Germany) GmbH
Bild: Universal Robots (Germany) GmbH
Sensible Multitalente

Sensible Multitalente

Ob bohren, beladen oder schleifen – in der Holzbearbeitung lassen sich dank modernster Technik Aufgaben an kollaborierende Roboter delegieren, die bisher von geschultem Personal ausgeführt werden mussten. Durch den Einsatz der sogenannten Cobots entlasten Betriebe ihre Mitarbeiter von monotonen, zeitraubenden und anstrengenden Arbeitsschritten. So können sich die Fachkräfte verstärkt den anspruchsvollen Seiten ihres Handwerks widmen. Kurze Amortisationszeiten und eine einfache Handhabung machen die flexiblen Helfer selbst für kleine und mittlere Betriebe attraktiv, wie Beispiele aus der Praxis zeigen.