Digitales Servicemanagement

Der Wartungsplaner in der Holzbearbeitung

Digitale Wartungsplaner bringen einen echten Mehrwert. Während Digitalisierung in vielen Bereichen dem Komfort dient, sorgt sie bei der Disposition einer Vielzahl an Maschinen für einen anders kaum zu bewerkstelligenden Workflow. Digitale oder gar ausgedruckte Listen sind an Einsatzorten der Holzwirtschaft keine echte Alternative.
 Digitale oder gar ausgedruckte Listen sind an Einsatzorten der Holzwirtschaft keine echte Alternative.
Digitale oder gar ausgedruckte Listen sind an Einsatzorten der Holzwirtschaft keine echte Alternative.Bild: Timly Software AG

Mitarbeiter und Betriebsmittel sind das Kapital jedes Unternehmens. Effektiv eingesetzte und gewartete Gerätschaften entlasten die Mitarbeiter und sorgen für mehr Sicherheit und Produktivität. Heutzutage ist es selten mit der Anschaffung und Finanzierung von Maschinen oder Werkzeugen getan. Dafür sorgen zahlreiche Verpflichtungen, wie die Betriebsmittelsicherheitsverordnung (BetrSichV), Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) oder der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Diese schreiben wiederkehrende Prüfpflichten wie den E-Check, Arbeitsmittelüberprüfungen oder eine Hauptuntersuchung vor.

Dazu kommen Wartungs- und Servicetermine, die Funktionsfähigkeit und Langlebigkeit von Arbeitsmitteln garantieren. Vergessene oder nicht rechtzeitig vorgeplante Prüf- oder Wartungstermine können schnell teuer werden. Spätestens dann, wenn Maschinen nicht für dringend erforderliche Arbeiten zur Verfügung stehen. Wer zudem schon einmal vor einem anstehenden E-Check mit Klemmbrett und Bleistift durch Produktions- und Lagerhallen oder Büros gelaufen ist, um alle Geräte „mit Stecker“ zu erfassen, wird eine elektronische Erfassung sämtlichen Inventars zu schätzen wissen.

Eine Inventarsoftware mit Wartungsplaner wie Timly (timly.com) eignet sich zur Verwaltung jeglicher Arten von Inventar, von Büroausstattung über Werkzeuge bis hin zu Fahrzeugen. Einmal erfasst, begleitet die Inventarsoftware Ihre Betriebsmittel über die gesamte Nutzungsdauer. Anstehende Wartungs- und Prüftermine lassen sich hinterlegen und werden den Verantwortlichen rechtzeitig angezeigt. Eine spezialisierte Inventarsoftware mit Wartungsplaner bietet holzbearbeitenden Gewerben zahlreiche weitere Vorteile.

 Eintragungen im Wartungsplaner können durch das Werkstattpersonal erfolgen. 
Bei einer externen Vergabe des Serviceauftrages können die Dokumentationen 
bei der Rücknahme der Maschine erfolgen.
Eintragungen im Wartungsplaner können durch das Werkstattpersonal erfolgen. Bei einer externen Vergabe des Serviceauftrages können die Dokumentationen bei der Rücknahme der Maschine erfolgen.Bild: ©PH888/shutterstock.com

Vorteile eines softwarebasierten Wartungsplaners

Ein digitaler Wartungsplaner für Geräte, Anlagen und Maschinen beinhaltet zahlreiche nützliche Funktionen. Essenziell ist, dass er über einen zentralen Datenspeicher verfügt. Auf diese Weise haben Disponenten jederzeit einen vollständigen und aktuellen Überblick über alle Betriebsmittel und deren Aufenthaltsort. In einer Kalenderansicht lassen sich zudem alle Termine und Fristen übersichtlich anzeigen. Dies erleichtert die Planung beim Einsatz der Geräte. Auf Wunsch können auch automatisierte Hinweise auf anstehende Wartungen oder Prüftermine, an die hinterlegte zuständige Person übermittelt werden.

Entscheidendes Kriterium für den Wartungsplaner ist die Mehrbenutzerfähigkeit. Sowohl führende Angestellte aus der Verwaltung und Disposition haben die Möglichkeit, auf Datensätze zuzugreifen. Gleichermaßen aber auch Vorarbeiter an den Einsatzorten und die Mitarbeiter, die Maschinen bedienen. Hierfür bieten aktuelle Wartungsplaner spezielle Apps, die auf Mobilgeräten installiert werden können. Dies garantiert einen Informationsaustausch in Echtzeit, etwa wenn Geräte kurzfristig vor Ort getauscht werden mussten oder ein Defekt aufgetreten ist.

Diese Flexibilität ist mit herkömmlichen Listen oder Excel-Tabellen nicht darstellbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass nahezu jeder Mitarbeiter ohnehin über ein Smartphone verfügt. Ob es sich dabei um ein dienstliches oder privates Gerät handelt, spielt keine Rolle. Es ist lediglich eine Internetverbindung und Nutzerzugriff notwendig, um sich mit dem Datenspeicher verbinden zu können.

 Digitale oder gar ausgedruckte Listen sind an Einsatzorten der Holzwirtschaft keine echte Alternative. Die Digitalisierung sorgt bei der Disposition einer Vielzahl an Maschinen für einen anders kaum zu bewerkstelligenden Workflow.
Digitale oder gar ausgedruckte Listen sind an Einsatzorten der Holzwirtschaft keine echte Alternative. Die Digitalisierung sorgt bei der Disposition einer Vielzahl an Maschinen für einen anders kaum zu bewerkstelligenden Workflow.Bild: ©Roman Zaiets/shutterstock.com

Der praktische Umgang mit dem Wartungsplaner

Vorteilhaft erweist sich die Verwendung einer Cloud-Anbindung. Dies garantiert, dass Mitarbeiter auch von unterwegs auf Datensätze zugreifen können, etwa in der Logistik, bei Kunden oder an wechselnden Arbeitsplätzen im Freien. Jedes Gerät wird individuell gekennzeichnet. Zweckmäßig sind QR-Codes, die als Aufkleber am Gerät angebracht werden können. QR-Codes bieten den Vorteil, dass alle gängigen Smartphones über Software verfügen, mit der diese eingelesen werden können. Als Scanner dient dabei die Kamera des Gerätes. Eine solche Inventarsoftware speichert flexibel alle notwendigen Gerätedaten. Die konkreten Inhalte hängen von der Art und Beschaffenheit des einzelnen Assets ab. Dazu gehören, neben technischen Daten und Bedienungsanleitungen, Standorte und hinterlegte Nutzer.

Die Termine für anstehende Wartungen lassen sich entweder turnusmäßig oder nach flexiblen Merkmalen wie Betriebsstunden hinterlegen. Wartungsplaner verfügen zudem über ein Berechtigungsmanagement. Eintragungen dürfen nur von autorisierten Personen vorgenommen werden. So können Serviceintervalle durch den Verantwortlichen aus der Werkstatt zentral angepasst werden. Mitarbeiter hingegen können sich bei der Übernahme einer Maschine einen Überblick über in nächster Zeit anstehende Wartungen oder Sicherheitschecks verschaffen.

Bei auftretenden Defekten haben sie die Möglichkeit, diese über die App an die Zentrale zu melden. Disponenten können sich Übersichten anstehender Termine von eingeplanter Gerätschaft anzeigen lassen. Dafür stehen unterschiedliche Filtermöglichkeiten zur Verfügung, etwa nach Standorten oder nach Gerätetyp. Dies erleichtert die Organisation von Ersatzgeräten.

Durchgeführte Reparaturen, Wartungen und Überprüfungen werden im Profil eines jeden Gerätes erfasst. Dokumente wie Prüfprotokolle und Checklisten lassen sich ebenfalls hinterlegen. Dies sorgt für eine nachvollziehbare Historie und vereinfacht auch das Erbringen von Nachweisen, beispielsweise bei Kontrollen des Gewerbeaufsichtsamtes.

Korrekte Funktion der Arbeitsmittel hängt von regelmäßiger Wartung ab

Für alle Arten der digitalen Verwaltung von Inventar hat sich der Timly Wartungsplaner bewährt (timly.com). Unternehmen in der Holzwirtschaft sind in der Regel auf zahlreiche Maschinen angewiesen. Rein mechanische Werkzeuge, etwa Sägen und Äxte, werden meist nur noch in bestimmten Ausnahmesituationen oder bei Kleinarbeiten verwendet. Dabei hängt die korrekte Funktion der Arbeitsmittel von regelmäßigen Wartungen ab. Zudem erhöhen Inspektionen die Sicherheit für eingesetzte Mitarbeiter und verlängern die Lebensdauer der stark beanspruchten Maschinen. Gerade für Maschinen in der Holzbearbeitung sind viele unterschiedliche Servicemaßnahmen notwendig.

Dabei kann unterschieden werden in Arbeiten, die durch Ihr eigenes Personal vor Ort durchgeführt werden, etwa das Reinigen, Spannen und Schmieren einer Kettensäge oder das Nachfüllen von Betriebsmitteln wie Öl, und solchen Wartungen, die durch spezialisiertes eigenes oder fremdes Personal durchgeführt werden müssen. Die entsprechenden Arbeiten lassen sich nach Erledigung durch den ausführenden Mitarbeiter direkt in das Profil des Gerätes eintragen. So kann bei der Übernahme einer Maschine zum Arbeitsbeginn sofort nachvollzogen werden, ob diese in vorschriftsgemäßem Zustand ist.

Ebenso ist es möglich, dass Eintragungen im Wartungsplaner durch das Werkstattpersonal erfolgen. Bei einer externen Vergabe des Serviceauftrages können die Dokumentationen bei der Rücknahme der Maschine erfolgen. Dies sorgt für maximale Flexibilität und Transparenz. Werden Dokumentationsprozesse zu umständlich gestaltet, besteht hingegen die Gefahr, dass diese unterbleiben.

Beim Abbau und der weiteren Verarbeitung von Holz erfolgen Arbeiten häufig in unwegsamem und abgelegenem Gebiet. Ebenso unter der Belastung von Emissionen wie Lärm, Staub und Schmutz. Diesen Umständen können Unternehmen mit einem digitalen Wartungsplaner Rechnung tragen, indem sie Mitarbeitern oder Vorarbeitern etwa spezielle geschützte Endgeräte, sogenannte ruggedized Smartphones, zur Verfügung stellen oder deren Erwerb unterstützen. Dadurch ist ein Zugriff auf die Wartungsplanung von nahezu überall aus möglich.

Autor: Johannes Pfeiffer, Leiter Online Marketing, Timly Software AG

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Homag GmbH
Bild: Homag GmbH
„Auch die Qualitätsprüfung wird automatisiert“

„Auch die Qualitätsprüfung wird automatisiert“

In der Evolution des Losgröße-1-Zuschnitts macht die Homag Plattenaufteiltechnik den nächsten Schritt. Der Sägenspezialist bietet für seine Robotersägen jetzt auch eine vollautomatisierte Überwachung der Schnittqualität an. MSQ heißt die neue Technologie – sprich: Messsystem Schnittqualität. Über diese Innovation und den praktischen Nutzen, den sie bringt, hat die HOB Redaktion mit den beiden Homag Experten Jörg Hamburger, Leiter Produktmanagement, und Sven Wirth, Leiter Entwicklung, gesprochen. Ein Interview.

Bild: ISW Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen der Universität Stuttgart
Bild: ISW Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen der Universität Stuttgart
Steuerbare 
Aufspannung gefragt

Steuerbare Aufspannung gefragt

Roboter besitzen ein großes Potential, die Fertigung in handwerklichen Betrieben der Holzbearbeitung effizienter und flexibler zu gestalten. In einem Verbundprojekt am ISW der Uni Stuttgart entsteht eine Pilotanlage. In der HOB berichten die Projektpartner regelmäßig über die Fortschritte. Dieser Artikel befasst sich mit den Anforderungen an die Spanntechnik und einer möglichen Lösung in Form von automatisiert rekonfigurierbaren Systemen.

Bild: Krüsi Maschinenbau AG
Bild: Krüsi Maschinenbau AG
Individuelle Bauteile 
effizient gefertigt

Individuelle Bauteile effizient gefertigt

Das Maschinencenter PowerCut MC-15 von Krüsi Maschinenbau kann in einer Aufspannung Holzbauteile von allen sechs Seiten komplett bearbeiten. Das Ergebnis: Bis zu 15 Prozent schnellere Bearbeitungen und niedrigere Kosten im Vergleich zu bisherigen Abbundcentern. Die Hydraulik der Durchlaufmaschine hat das Unternehmen gemeinsam mit seinem langjährigen Partner Bosch Rexroth ausgelegt.