Worauf kommt es an bei Flächenrückführung in KMUs?

 Beim Reverse Engineering greifen Design, 3D-Scan und CAD-Modell ineinander.
Beim Reverse Engineering greifen Design, 3D-Scan und CAD-Modell ineinander.Bild: Datacad Software & Service GmbH

Vor allem fünf Punkte gilt es beim Reverse Engineering zu beachten. Erstens kommt es auf die Zieldefinition an: Was ist gewünscht? Will man ein CAD-Modell rekonstruieren, stellt sich die Frage, ob das vollständig parametrisch geschehen soll oder ob Netzdaten ausreichen. Wer dagegen ein Produkt verbessern oder anpassen will, muss entscheiden, ob er das Design optimieren oder gleich ganz verändern will. Und bei Ersatzteilen muss klar sein: Dient die Rückführung der Produktion eines identischen Bauteils?

Richtig gemessene Daten sauber aufbereiten

Im zweiten Schritt will die richtige Messtechnik gewählt sein. 3D-Scanner sind bestens geeignet auch für komplexe Freiformflächen. Dagegen punkten taktile Messsysteme mit ihrer Präzision, sind allerdings zeitaufwändiger und empfehlen sich vor allem für einfache Geometrien. CT-Scanning ist nützlich bei inneren Strukturen. Sind die Daten erst einmal erfasst, sind die 3D-Punktwolken oder Netzdaten häufig unvollständig oder enthalten Rauschen. Hier ist drittens Datenbereinigung gefragt, also dass Ausreißer und Rauschen entfernt werden. Netzoptimierung schließt etwaige Lücken, glättet das Netz und bringt die Daten auf die gewünschte Genauigkeit. Um den Rechenaufwand zu verringern, was vor allem bei besonders großen Scans empfehlenswert ist, ist es ratsam, die Datenmenge zu reduzieren.

CAD-Modellierung erfordert Genauigkeit

Die eigentliche Flächenrückführung erfolgt im vierten Schritt, wenn aus den optimierten Scandaten ein CAD-Modell erstellt wird. Hier ist zu unterscheiden zwischen automatischer Flächenerstellung und halbautomatischen Workflows. Die manuelle Flächenmodellierung ist geeignet für präzise Anforderungen und komplexe Geometrien. Die parametrische Rekonstruktion hingegen punktet, wenn ein vollständig editierbares CAD-Modell benötigt wird. Wie genau das nun rückgeführte Modell ist, ist entscheidend für den fünften Punkt, den Verwendungszweck: Welche Abweichungen sind für das Bauteil akzeptabel? Es lohnt sich ein Vergleich des rückgeführten Modells mit den Originaldaten.

Lösung für KMUs

3D-Scanner sind inzwischen erschwinglich – und die erforderliche Software für das Reverse Engineering holt auf. Eine intuitive Benutzeroberfläche ermöglicht es dem Anwender, schnell gute Ergebnisse zu erzielen, ganz ohne spezielle Kenntnisse oder lange Schulungen. Hier setzt Quicksurface von DataCAD an mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Benutzerfreundlichkeit, Funktionalität und Kosten und richtet sich damit vor allem an KMUs. Mit der Software entstehen schnell und präzise CAD-Modelle aus 3D-Scans: Mit der hybriden parametrischen Modellierung bietet Quicksurface die nötige Flexibilität.