Feuer und Flamme für die Kante

 Frisch aus der Maschine: Das furnierte Werkstück ist nicht geschliffen worden.
Frisch aus der Maschine: Das furnierte Werkstück ist nicht geschliffen worden.Bild: TeDo Verlag GmbH

Ein herzlicher Empfang und viele Eindrücke erwarteten die Besucher der Hausmesse von Paul Ott. Geschäftsführerin Beatrix Brunner und ihr Team begrüßten im Lambacher Showroom während der Innovationstage vom 8. bis 10. Oktober ihre Fachgäste und präsentierten auf 520 Quadratmetern Einstiegsmodelle und Industrieanlagen – mitsamt Live-Demonstrationen und neuem Bekantungssystem. Brunner hielt Vorträge, organisierte und leitete die Führungen durch die beiden Werke in Oberösterreich. Nach dem entspannten Beginn am Mittwochmorgen erwies sich der Donnerstag als bestbesuchter Tag. Erst am Freitagnachmittag fuhren die Besucher umfassend informiert zurück nach Hause. Dazu beigetragen haben die ausgiebigen Gespräche mit den Mitarbeitern von Service, Technik und Verkauf, aber auch die Betriebsführungen. Hier erhielten die Gäste tiefe Einblicke in die Produktion mit ihren verschiedenen Arbeitsabläufen. Vertreten waren außerdem bewährte Partner: Leitz, Oertli, Leuco, Aigner, Rehau, Jowi und Hranipex.

Zur Nullfuge mit wenig Energieverbrauch

Die Hausmesse belegte, wie stark sich Paul Ott in den letzten Jahrzehnten dem Thema Kantenanleimen verschrieben hat. Die Marke steht mit ihren Bekantungsanlagen und Kantenanleimmaschinen für besonderes Knowhow. Dabei reicht das Angebot von kleineren Handwerksmaschinen bis zu komplett individuellen Bekantungszentren inklusive Logistik. Mit CombiMelt hat das Unternehmen 2002 einen Wegweiser entwickelt – und klargemacht, dass PUR die Zukunft ist. An die Entwicklung der Klebstoffe angepasst, ist dieses Verleimsystem auch heute noch Herzstück jeder Maschine des Hauses. Ergänzungen schließt das jedoch nicht aus. Denn im Mittelpunkt der diesjährigen Hausmesse stand eine Neuheit: das BluEdge-Bekantungssystem. Es verbindet Nullfugentechnologie mit geringem Energieverbrauch.

 Das BluEdge-Verfahren spielte während der Innovationstage im Oktober seine Qualitäten auf der Pacific+ aus.
Das BluEdge-Verfahren spielte während der Innovationstage im Oktober seine Qualitäten auf der Pacific+ aus.Bild: TeDo Verlag GmbH

Eine Möbelfront aus einem Guss

Eine Maschine ist BluEdge nicht, vielmehr ist es eine Ausstattungsvariante. Mit ihr sind Anwender für viele Anforderungen gerüstet – und erzielen mit der Kombination beider Systeme in einer Anlage hochwertige Ergebnisse. PUR steht für optisch ansprechende und wasserbeständige Lösungen. Die Nullfugen-Wasserstofftechnologie dagegen zeichnet sich durch eine Optik aus, bei der die Möbelfront wie aus einem Guss wirkt. Davon konnten sich die Gäste überzeugen lassen: Im Showroom stand und steht eine Pacific+ in der BluEdge-Edition für Vorführung bereit. Bei dem von HyFuse patentierten Verfahren kommt auch Wasserstoff zum Einsatz, was eine typisch blaue Flamme erzeugt – daher der Name BluEdge. Die neue Variante ist einfach zu bedienen und leise, kommt ohne Aufheizzeit aus und erzeugt keine Verunreinigungen durch Klebstoff.