
Estland hat sein größtes öffentliches Holzgebäude eröffnet: In der Hauptstadt Tallinn vereint Taru Behörden und Institutionen. Für Ministerpräsident Kristen Michael ist die Fertigstellung das Ergebnis von über zehn Jahren Vorbereitung für ein langjähriges Ziel: ein Zuhause für den estnischen Umweltsektor zu schaffen. Rund 570 Mitarbeiter aus sieben Institutionen arbeiten künftig hier. Das Gebäude speichert rund 3.900 Tonnen CO2-Äquivalent.
Estnische Fertigung mit deutschen Partnern
Hinter dem Projekt stecken estnische Unternehmen. Arcwood fertigte und montierte über 5.200 Kubikmeter Brettsperr- und Brettschichtholz. Die Elemente entstanden auf einer automatisierten CLT-Fertigungslinie des deutschen Maschinenbauers Minda. Zum Verkleben setzte Arcwood Leime des langjährigen deutschen Partners Türmerleim ein. Die Fertigung war komplex: Für die Arkade etwa entstanden bis zu 31,2 Meter lange Brettschichtholz-Träger. Für Fassade und Dach montierte EstNor rund 8.000 Quadratmeter vorgefertigte Holzelemente mit bereits eingebauten Fenstern.
Beispiel für deutsche Klimaneutralität bis 2045
Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden. Eine Herausforderung dabei ist, die Energieeffizienz des Gebäudebestands zu verbessern. Vor diesem Hintergrund setzt Taru zwei Zeichen: Einerseits zeigt das Projekt, wie sich öffentliche Großbauten in Holzbauweise klimafreundlich und kosteneffizient umsetzen lassen. Andererseits verdeutlicht es, welche wichtige Rolle deutsche Hersteller und Maschinenbauer bei solchen Vorhaben spielen.















