Klimapaket

Holzindustrie nicht gefährden

Zur Abstimmung über das Klimapaket im Europaparlament erklärt der Hauptgeschäftsführer des HDH, Dr. Denny Ohnesorge: „Der notwendige Ehrgeiz bei politischen Zielsetzungen für den Klimaschutz in Europa darf nicht dazu führen, dass für vitale, klimafreundliche Branchen die Lebensgrundlage entfällt. Realitätsferne EU-Vorgaben für den Wald als Klimasenke, wie sie das Europäische Parlament anstrebt, würden die deutsche Holzindustrie mit ihren wichtigen Klimaschutz-Erzeugnissen in ihrer Existenz gefährden. Diese Gefahr muss in den weiteren Verhandlungen in Brüssel abgewendet werden. Denn nur bewirtschaftete Wälder bringen für den Erhalt unserer Lebensgrundlage die höchsten Klimaschutzleistungen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat gestern mit ihrer Vorgabe, mehr Holzbau zu ermöglichen die richtigen Worte gefunden. Für mehr Holzbau brauchen wir genügend nachhaltig gewonnenes Holz aus Europas Wäldern.

Dass laut dem Plenumsbeschluss des Europaparlaments die Landwirtschaft einerseits und die Forstwirtschaft andererseits weiterhin bezüglich der Klimaschutzgesetzgebung getrennt erfasst werden sollen, ist zu begrüßen. So geht die Klimaschutzleistung von Wald und Forst nicht im Landwirtschaftssektor unter. Nun kommt es darauf an, dass Ministerrat, Europaparlament und Europäische Kommission bei diesem und weiteren für den Wald wichtigen Dossiers Entscheidungen treffen, die dem Nutzen der Holzwirtschaft für den Klimaschutz gerecht werden.“

Hauptverband der Deutschen Holzindustrie

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