Holzwirtschaft fordert Digitalisierungsoffensive und mehr Nachverdichtung

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Die Bundesregierung hat eine Bilanz der vor zwei Jahren gestarteten Wohnraumoffensive gezogen. Denny Ohnesorge, Geschäftsführer des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR), hat die unzureichenden Ergebnisse kritisiert.

„Trotz der versprochenen Wohnraumoffensive herrscht weiter großer Wohnungsmangel, während in den Großstädten die Mieten steigen. Gleichzeitig stagniert die Bautätigkeit. Nur vereinfachte planungsrechtliche Voraussetzungen sowie unkompliziertere, digitale Genehmigungsverfahren werden es ermöglichen, Bauprozesse zu beschleunigen. Hierfür ist mehr Fachpersonal in Verwaltungen und Bauämtern sowie eine Digitalisierungsoffensive dringend erforderlich.

Besonders wichtig ist es, Neubau und (Nach-)Verdichtung gleichberechtigt zu ermöglichen und zu fördern. 2,7 Millionen zusätzliche Wohneinheiten sind laut einer Studie der TU Darmstadt deutschlandweit durch Aufstockungen in Kernlagen von Städten, Gemeinden und Kommunen möglich. Ganzheitliche Strategien und Änderungen im Baurecht sind also erforderlich – z.B. in punkto Bebauungsdichte, Abstandsflächen, Stellplatznachweis, Brand- und Schallschutz. Der natürliche Rohstoff Holz kann aufgrund seiner Flexibilität und des geringen Gewichts in den Bereichen Aufstockungen und Erweiterungen einen entscheidenden Beitrag leisten.“

Bereits Ende Januar hatte der DHWR zusammen mit mehr als 30 Organisationen aus Industrie, Bauwirtschaft und Immobilienbranche ein Positionspapier „Impulse für den Wohnungsbau“ vorgelegt, um durch einen Acht-Punkte-Forderungskatalog dem Wohnraumangel in Deutschland entgegenzuwirken. Zu den Unterzeichnern der Aktion gehören neben dem DHWR u.a. die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V., der Deutsche Mieterbund e.V. (DMB), die Industriegewerkschaft BAU und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB).

Thematik: Holzbau
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