„Wir müssen den Waldumbau neu denken.“

Bild: Deutscher Holzwirtschaftsrat e. V.

Um die Ökosystemleistungen der Wälder und die Rohstoffversorgung der Gesellschaft dauerhaft zu sichern, hat der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) zum internationalen Tag des Waldes (21.3.2021) schnellere politische Maßnahmen für den Waldumbau gefordert. „Wir können uns eine romantische Sicht auf den Wald nicht mehr leisten und müssen alles dafür tun, dass der Wald klimastabil wird. Das heißt auch, dass wir Baumarten pflanzen müssen, die zukunftsfähig sind“, kommentiert DHWR-Präsident Steffen Rathke: „Laut dem aktuellen Waldzustandsbericht der Bundesregierung haben vier von fünf Bäumen eine lichte Krone. Seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984 war der Anteil von gesunden Bäumen noch nie so gering wie 2020.

Entgegen der irrigen Meinungen, man müsse den Wald am besten sich selber überlassen, um ihn zu retten, brauchen Waldbesitzer und Holzwirtschaft konkrete Unterstützung, um die zunehmenden Waldschäden meistern zu können und die Wälder klimastabil zu gestalten. Nur durch Investitionen in klimaangepasste Mischwälder wird es möglich, den Beitrag des Waldes und der Holzverwendung als Kohlenstoffsenke zu erhöhen und so die Klimaziele Deutschlands zu erreichen.

Die verantwortungsvolle Nutzung des nachwachsenden, Kohlendioxid bindenden Naturmaterials gilt es zu fördern. Der Baubereich produziert mehr klimaschädliches CO2 als der globale Flugbetrieb. Aus Klimagesichtspunkten ist Holz gegenüber emissionsreichen Materialien die vielversprechendste Alternative für zukünftige Herausforderungen, da Holzprodukte CO2 langfristig speichern und die Emissionen anderer Materialien substituieren.“

Thematik: Holzbau
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