Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz

Holzindustrie fordert stärkere Nutzung regionaler Ressourcen

Denny Ohnesorge, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH)
Denny Ohnesorge, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH)Bild: Angelika Aschenbach

Das durch Bundesumweltministerin Steffi Lemke vorgestellte Eckpunktepapier für das ‚Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz‘ berücksichtigt die Klimaschutzleistung nachhaltiger Holzverwendung nur in unzureichender Weise und lässt regionale Ressourcennutzung außer Acht, lautet die Kritik von Denny Ohnesorge (Bild), Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH). Ohnesorge sieht Nachbesserungsbedarf bei dem Vorhaben:

„Unsere Wälder erfüllen wichtige Funktionen im Klimaschutz, und deren Ausbau ist grundsätzlich zu begrüßen. Kritisch beurteilen wir jedoch die im Zuge des Aktionsprogramms drohenden Stilllegungen und Einschlagsbeschränkungen sowie die Nichtberücksichtigung der Klimaschutzleistung des Holzes. Der Wald kann seiner Funktion als Klimaschützer effektiver nachkommen, wenn er einerseits nachhaltig und klimaresilient bewirtschaftet wird und andererseits seinen Beitrag zum Klimaschutz durch Holzverwendung leisten kann. Die aktuelle geopolitische Entwicklung führt nur zu klar vor Augen, wie wichtig dafür regionale Wertschöpfung ist. An diesen Realitäten orientiert müssen auch die entsprechenden politischen Weichen gestellt werden. Wir brauchen eine Rohstoffstrategie Holz, die langfristige Ziele und ökologisch-industrielle Maßnahmen zur Sicherung der Rohstoffversorgung definiert. Die Klimaschutzleistung der aktiven Waldbewirtschaftung und Holzverwendung sollte angemessen honoriert werden, um deren Beitrag zu sichern.“

Hauptverband der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industrie- und Wirtschaftszweige e.V.

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Tedo Verlag GmbH
Bild: Tedo Verlag GmbH
Fortsetzung folgt…

Fortsetzung folgt…

Am 21. September fanden an der Uni Stuttgart erstmals die HOB Days statt. Zusammen mit unseren Partnern vom Institut für Werkzeugmaschinen der Universität Stuttgart (IfW) durften wir rund 100 Teilnehmer auf der Fachtagung begrüßen – neben Experten aus namhaften Unternehmen auch Anwender und solche, die es werden wollen. Grund genug, die Veranstaltung kommendes Jahr zu wiederholen und die Diskussionen fortzusetzen: Es gibt noch viel zu tun in der Holzbearbeitung.