
Im hessischen Neckarsteinach hat die fast 30 Jahre alte Striebig ausgedient. Hier, in der Schreinerei Döbler, beschäftigen Geschäftsführer Ludwig Döbler Senior und sein Sohn Ludwig Junior fünf Mitarbeiter. Innenausbau gehört genauso zum Portfolio des Betriebs wie Küchen – und die alte Plattenaufteilsäge war diesen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Also tauschte Döbler sie Mitte 2024 gegen eine Edition 60 ein, das aktuellste Modell des Herstellers aus Luzern. Die integrierte Plattenabsenkvorrichtung dieses Modells erlaubt erstmals den ergonomischen und fließenden Ein-Personen-Plattenzuschnitt mit einer handgeführten vertikalen Säge.
Besäumschnitt produktiv gestiegen
Wenn früher unten ein horizontaler Besäumschnitt notwendig war, mussten meist zwei Personen die Platte anheben und drehen. Der Schnitt erfolgte dann von oben. Heute erledigt das die Plattenabsenkvorrichtung: Sie greift die Platte, hebt sie an und hält sie sicher am oberen Rand. Die Säge fährt dann die Besäumposition für den horizontalen Schnitt an. Besäumschnitt und fertig. „Unsere Produktivität steigt spürbar“, sagt Döbler. Die Säge verbessere die personellen Kapazitäten, weil er seinen Helfer jetzt an anderer Stelle einsetzen kann. Der VCMC-HZ spannt Werkstücke seitlich. Sein beidseitiger Anschlag senkt Rüstzeiten und steigert die Leistung. Vier Spannhöhen und die Wahl zwischen Druckluft oder Mechanik garantieren Anwendern maximale Flexibilität. ‣ weiterlesen
Mehr Platz auf Konsolentischen
Digitalisierung mit Schnittplan
„Um Möbelelemente zu konstruieren, setzen wir den Blum-Korpusgenerator ein“, erläutert Döbler. „Es war daher ein Muss, dass die Säge die erzeugten Daten 1:1 übernehmen kann.“ Dafür ist die Edition 60 mit der Striebig-OptiDivide-Zuschnittoptimierung ausgestattet. Das System ist nachrüstbar und arbeitet unabhängig von der Maschinensteuerung. Daher beginnt die Arbeit für Döbler mit der Auswahl des Schnittplans auf dem OptiDivide-Bildschirm. Anschließend läuft nach dem Start der Säge beinahe alles wie von selbst: Die Greifer packen die Platten und heben sie an. Das Sägeaggregat führt den unteren Besäumschnitt durch. Ludwig entfernt die Besäumreste aus der Säge. Die Greifer setzen die Platte auf. Ludwig positioniert das Sägeaggregat nach Digitalanzeige auf die Streifenbreite und schneidet einen Streifen ab.

Datenfluss vom Generator zum Zuschnitt
Nun halten die Greifer den Rest der Platte weiterhin fest. Ludwig schneidet Streifen für Streifen nach Digitalanzeige ab. Der OptiDivide-Drucker druckt jeweils ein Etikett mit weiteren Bearbeitungsinformationen aus. Der Datenfluss läuft lückenlos vom Korpusgenerator über die Zuschnittoptimierung und die Säge bis zur Bohr- und Blum-Beschlagsetzmaschine Minipress Top. „Die Einmannbedienung läuft perfekt, alle Daten fließen fehlerfrei – und die Edition 60 hält, was sie verspricht“, fasst Döbler zusammen. „Und dank der durchgängigen Prozessoptimierung können wir immer öfter eine Platte weniger bestellen.“















