Viel Eigenleistung und hohe Lebensdauer
Das Haus hat die Bauherrschaft etwa 300.000 Euro gekostet, zuzüglich Grundstückskauf. Nicht mitgerechnet ist die Projektleistung, die Schiwek weitestgehend selbst erbracht hat. „Das Haus ist unser kleiner Beitrag für eine bessere Zukunft.“ Und natürlich hat er viel in Eigenleistung erbracht: Die Balken sind beispielsweise durch Steckverbinder auch für einen Nicht-Handwerker ohne Nachmessen und Ausrichten leicht zu montieren. Das Wichtigste beim Hausbau war zu Beginn die Ausrichtung beim Guss des Betonfundaments. Für die Wartung und Instandhaltung der technischen Bauteile sollten laut der Hersteller Liebherr und SEW-Eurodrive praktisch keine Kosten anfallen. Denn diese Komponenten sind wenig beansprucht im Vergleich zu industriellen Anwendungen und bieten somit eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer. Sollte das Kugellager jemals doch einen Schaden aufweisen, ließe sich das gesamte 180 Tonnen schwere Gebäude mithilfe von Hydraulikkissen anheben.
Mit der Idee in Serie gehen?
Das Interesse am drehbaren Haus in Winterborn war und ist groß, insbesondere für die autarke Energieversorgung begeistern sich Interessenten. Auch auswärtige Besucher hat Schwiek schon empfangen. Zudem haben zwei Bauherren bereits Interesse an seinem Konzept geäußert. Und inzwischen war sogar das SWR für einen dreitägigen Dreh bei dem Paar zu Besuch. Mittelfristig stellt sich Schiwek vor, sein Wissen als Beratungsleistung weiterzugeben. Je größer das Netzwerk wird, umso mehr kann sich die Idee des nachhaltigen Bauens verbreiten. „Ein Gebäude zu drehen hat so viele Vorteile“, sagt er. „Ich würde nie wieder ein Haus bauen, das sich nicht drehen lässt, egal in welcher Form.“ Er hat bereits weitere Ideen, um nachhaltigen Wohnungsbau zu schaffen.
















