Heizen mit Restholz

Bei Sucker Holzbau fällt jede Menge Restholz an. Das wird mithilfe eines WL 6 Einwellen-Zerkleinerers und eines Hackschnitzelofens genutzt, um die Werkstätten und Büros sowie drei Einfamilienhäuser zu heizen.
 Perfekt integriert: Weima WL 6 Einwellen-Zerkleinerer
Perfekt integriert: Weima WL 6 Einwellen-ZerkleinererBild: Weima Maschinenbau GmbH

Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Zimmerer gründete Malte Sucker im Jahr 2002 die Sucker Holzbau GbR. Sein Bruder Arne stieg während seines Bauingenieurstudiums in das Unternehmen ein. Nun führen die Brüder das Unternehmen im niedersächsischen Dahlum gemeinsam und beschäftigen mittlerweile 16 Mitarbeiter. Sucker Holzbau vereint drei Gewerke unter einem Dach: die Zimmerei, die Dachdeckerei und die Bautischlerei. Das Leistungsspektrum umfasst Altbau- und Fachwerksanierungen, Holzrahmenbau, Dachdeckungen, Holzfassaden, Fußböden, Treppen, Fenster und Türen und vieles mehr.

Das Kerngeschäft des jungen Unternehmens ist die Zimmerei. Dort fällt besonders viel Restholz an. Bei der Sucker Holzbau GbR werden die anfallenden Holzreste schon seit vielen Jahren verwertet. „Wir haben zwei Stufen durchschritten“, erzählt Malte Sucker. In der ersten Stufe wurde eine Stückgutheizung eingesetzt, die händisch mit gehackten Holzstücken befüllt wurde. „Das war sehr zeitaufwändig“, erinnert sich der Geschäftsführer. „Im zweiten Schritt haben wir dann eine Hackschnitzelheizung installiert, mit dem Hintergedanken außerdem zwei weitere Einfamilienhäuser damit zu beheizen.“ Um diese befüllen zu können, musste ein Zerkleiner her

Auf der Ligna 2013 wurden die Brüder Sucker auf den Zerkleinerungsspezialisten aus Ilsfeld aufmerksam. „Wir haben die Firma Weima auf der Messe in Hannover, der Ligna, kennengelernt. Und Fred Haller, Holzexperte von Weima, hatte Zeit und Muße sich unserer jungen Firma anzunehmen“, erzählt Arne Sucker. Zuerst fiel die Entscheidung dennoch auf einen anderen, gebrauchten Shredder. Dieser sollte dann zu einem späteren Zeitpunkt mit einem neuen und größeren Modell ersetzt werden. „Im zweiten Anlauf sind wir wieder auf Herrn Haller zugekommen und haben uns dann für eine Weima entschieden“.

 Der profilierte V-Rotor macht auch aus den größten Holzblöcken Kleinholz.
Der profilierte V-Rotor macht auch aus den größten Holzblöcken Kleinholz.Bild: Weima Maschinenbau GmbH

„Das Flaggschiff unter den Hackern“

Seit circa fünf Monaten steht der Weima WL 6 Einwellen-Zerkleinerer nun bei der Sucker Holzbau GbR. Er ist ein bewährter Klassiker zum Shredder von Holzabfällen aller Art und besticht durch seine sehr robuste Bauweise und äußerst hohe Langlebigkeit. Der innovative V-Rotor ist aus Vollmaterial gefertigt. Die Schneidmesser sind von hinten in die speziellen Messerträger angeschraubt – das erleichtert den Messeraustausch. Das geshredderte Material wird mittels Absauganlage oder Transportschnecke aus der Maschine gefördert. Je nach Material und Befüllung kann der Schieber unterschiedlich gesteuert werden. Das ermöglicht ein optimales Zerkleinerungsergebnis. Der starke Antrieb mit dem eigens entwickelten Weima WAP-Getriebe sichert eine maximale Standzeit der Maschine.

Maßgeschneidertes Konzept

In Zusammenarbeit mit Fred Haller, dem Experten für Holzanwendungen im Hause Weima, wurde ein maßgeschneidertes Konzept ausgearbeitet: Der Shredder ist auf einem Gestell montiert, das in den Boden eingelassen ist. Der Anschluss an die Austragschnecke ist unter den Bodenlatten verborgen. So ist die Maschine von allen Seiten gut zugänglich und kann händisch, aber auch mit Radlader oder Gabelstapler, befüllt werden. Die Schnecke befördert das geshredderte Restholz in den nebenan gelegenen Spänebunker. Von dort werden die Hackschnitzel der Heizanlage zugeführt.

 Die Austragschnecke befördert das geschredderte Restholz in den nebenan gelegenen Spänebunker.
Die Austragschnecke befördert das geschredderte Restholz in den nebenan gelegenen Spänebunker.Bilder: Weima Maschinenbau GmbH

Die Abläufe sind weitestgehend mechanisiert. Mit dem Gabelstapler oder Radlader wird der Zerkleinerer mit Restholz befüllt: „Der Hacker arbeitet per Knopfdruck selbstständig und fördert das Hackgut auf einen Haufen. Von da aus kann es dann mit Radlader oder Gabelstapler mit Schaufel entnommen werden und dann den Heizkreisen, also dem Vorratsbunker, zugeführt werden. Und das fast alles ohne händische Tätigkeiten“, erklärt Malte Sucker.

Je nachdem wie viel Material auf den Baustellen anfällt, ist der Shredder zwischen drei und fünf Stunden in der Woche in Betrieb. Mit dem geshredderten Restholz wird nicht nur der Betrieb versorgt. Mit der Heizanlage, die auf dem Firmengelände steht, werden die Werkstatt- und Materialräume, das Büro sowie das angeschlossene Einfamilienhaus geheizt. Darüber hinaus werden zwei weitere Einfamilienhäuser mit Hackschnitzeln beliefert, die dort auch zum Heizen genutzt werden. So können gleich fünf verschiedene Gebäude mit dem Restholz eines Unternehmens beheizt werden – sozusagen fünf auf einen Streich.

Hoher Durchsatz

Egal ob Dachlattenabschnitte, Großspäne, Eichenholzabschnitte oder Starkholzdeckenreste – alles landet in der Weima. Malte Sucker zieht den direkten Vergleich zum Vorgänger der Weima: „Der Durchsatz ist eine ganz andere Hausnummer. Unsere Erwartungen sind voll und ganz erfüllt worden.“ Würden die Brüder Weima weiterempfehlen? „Wenn man auf der Suche nach Qualität und einer wirklich vernünftigen Konzeptlösung ist, dann ist man bei Weima genau richtig“, so Malte Sucker.

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