Skifoarn

Die Schweizer Skimanufaktur Stöckli fertigt mit 50 Mitarbeitern über 50.000 Paar Ski jährlich und ist seit über 60 Jahren eines der innovativsten Unternehmen der Branche. Die Experten der Höcker Polytechnik entwarfen für Stöckli eine sortenreine Absauglösung, die aus Produktionsabfällen begehrte Recyclingwertstoffe macht und den Energieeinsatz minimiert. Über Energieeffizienz und Wärmerückgewinnung ist die Anlage schnell amortisiert.
 Seit 2017 im Einsatz: Die energieeffiziente MultiStar Filteranlage bei Stöckli Ski
Seit 2017 im Einsatz: Die energieeffiziente MultiStar Filteranlage bei Stöckli SkiBild: Höcker Polytechnik AG

Stöckli Ski sind ein Begriff. Man sieht diese Ski regelmäßig bei erfolgreichen Skisportlern, die ihre ‚Bretter‘ lächelnd in die Kamera halten, und natürlich auch bei Freizeitsportlern sorgen diese Ski für den wichtigen Fahrspaß. Sowohl Profis als auch Amateure verlassen sich auf die Premium Ski ‚Made in Switzerland‘.

Seit 1935 kombiniert Stöckli die eigene Freude am Skifahren mit Handwerkskunst. Heute fertigt die Schweizer Skimanufaktur mit 50 Mitarbeitern über 50.000 Paar Ski jährlich und ist seit über 60 Jahren eines der innovativsten Unternehmen der Branche.

In den letzten Jahren erreichte die Fertigung immer wieder die Kapazitätsgrenze. Eine Produktionserweiterung sollte Kapazitäten für das Wachstum der nächsten Jahre schaffen und Stöckli begann im Jahr 2016 mit konkreten Planungen.

Stöckli erweiterte die Produktion

Mehr Produktionsfläche, ein erweiterter Maschinenpark und eine energieeffiziente Absaug- und Entsorgungslösung sollten am Produktionsstandort in Malters Entlastung schaffen.

Mit Höcker Polytechnik aus dem schweizerischen Rothenburg holte Stöckli einen leistungsstarken Partner ins Team. Die Höcker Experten entwarfen für Stöckli eine sortenreine Absauglösung, die aus Produktions-„Abfällen“ begehrte Recyclingwertstoffe macht und den Energieeinsatz minimiert.

Daniel Fankhauser, Projektleiter der Höcker Polytechnik, dazu: „Mit Stöckli zusammen ein zukunftssicheres Konzept zu entwickeln, war für uns ein besonders interessantes Projekt. Nicht nur da mir, wie vielen Schweizern, der Skisport eine Herzensangelegenheit ist; auch deshalb, weil Stöckli mit ihrer modernen Fertigung und den Materialtechnologien zu den Branchenführern gehört. Wir konnten Filter- und Steuerungstechnik, Rohrführung und Austragung perfekt auf die Arbeitsabläufe des Unternehmens abstimmen. Auch die eher eigenwilligen Kunststoffmaterialien werden nun zuverlässig abgesaugt. Es ist ein gelungenes Projekt, bei dem wir während aller Planungsphasen den Teamspirit des Skisports spürten.“

Aluminium, Kunststoff und Holz werden getrennt verarbeitet

Höckers schallisolierte MultiStar Filteranlage bildet das Herzstück des Absaugsystems. Da Aluminium, Kunststoff und Holz getrennt entsorgt werden müssen, wurde das Filterhaus in drei getrennte Zonen separiert und das Filtermaterial jeweils auf die Eigenschaften des abgesaugten Materials abgestimmt. Der Spülluftfilter hat insgesamt 425 m2 Filterfläche, und drei Zellenradschleusen sorgen für den Materialaustrag. Im oberen Teil des Filterhauses erzeugen drei frequenzgeregelte, energiesparende 22kW (IE3) Ventilatoren den Unterdruck für die drei Absaugkreisläufe.

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Homag GmbH
Bild: Homag GmbH
„Auch die Qualitätsprüfung wird automatisiert“

„Auch die Qualitätsprüfung wird automatisiert“

In der Evolution des Losgröße-1-Zuschnitts macht die Homag Plattenaufteiltechnik den nächsten Schritt. Der Sägenspezialist bietet für seine Robotersägen jetzt auch eine vollautomatisierte Überwachung der Schnittqualität an. MSQ heißt die neue Technologie – sprich: Messsystem Schnittqualität. Über diese Innovation und den praktischen Nutzen, den sie bringt, hat die HOB Redaktion mit den beiden Homag Experten Jörg Hamburger, Leiter Produktmanagement, und Sven Wirth, Leiter Entwicklung, gesprochen. Ein Interview.

Bild: ISW Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen der Universität Stuttgart
Bild: ISW Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen der Universität Stuttgart
Steuerbare 
Aufspannung gefragt

Steuerbare Aufspannung gefragt

Roboter besitzen ein großes Potential, die Fertigung in handwerklichen Betrieben der Holzbearbeitung effizienter und flexibler zu gestalten. In einem Verbundprojekt am ISW der Uni Stuttgart entsteht eine Pilotanlage. In der HOB berichten die Projektpartner regelmäßig über die Fortschritte. Dieser Artikel befasst sich mit den Anforderungen an die Spanntechnik und einer möglichen Lösung in Form von automatisiert rekonfigurierbaren Systemen.

Bild: Krüsi Maschinenbau AG
Bild: Krüsi Maschinenbau AG
Individuelle Bauteile 
effizient gefertigt

Individuelle Bauteile effizient gefertigt

Das Maschinencenter PowerCut MC-15 von Krüsi Maschinenbau kann in einer Aufspannung Holzbauteile von allen sechs Seiten komplett bearbeiten. Das Ergebnis: Bis zu 15 Prozent schnellere Bearbeitungen und niedrigere Kosten im Vergleich zu bisherigen Abbundcentern. Die Hydraulik der Durchlaufmaschine hat das Unternehmen gemeinsam mit seinem langjährigen Partner Bosch Rexroth ausgelegt.