
Bei der Excimer-Lackierung wird ein flüssiges Lackmaterial auf das gewünschte Trägermaterial angebracht. Eine anschließende Bestrahlung mit einem Excimer-Strahler härtet lediglich die oberste Schicht des Lackfilms – bedingt durch die geringe Eindringtiefe in das Lackmaterial. Bei diesem Prozess schrumpft die Oberfläche und eine Faltung entsteht. Die darunter liegenden Schichten bleiben flüssig und werden mit einer konventionellen UV- oder ESH-Strahlung ausgehärtet. Matte Oberflächeneffekte mit herkömmlichen Lacken werden durch hohe Zugaben von Mattierungsmittel erzielt. Das hat einen Nachteil: Die fertigen Flächen weisen eine mäßige chemische und mechanische Beanspruchung auf.
Faltung statt Mattierungsmittel
Mit der Excimer-Technologie lackierte Flächen wirken ebenso extrem matt, erzielen diesen Effekt aber nicht durch Mattierungsmittel, sondern durch eine mikroskopische Oberflächenfaltung. Dadurch sind sie wesentlich beständiger bei der Beanspruchung. Je nach Lackrezeptur und Härtungskonfiguration ist zusätzlich der Mattgrad beeinflussbar. Auch spezielle Oberflächenmerkmale wie Anti-Fingerprint oder Soft-Feeling lassen sich so erzielen.
Fast grenzenlose Teilegeometrie
Die Excimer-Technologie kommt auch für dreidimensionale Bauteile infrage. Denn durch die Lackierung im Spritzverfahren werden Kanten, Fräsungen und Vertiefungen mitlackiert. Der Teilegeometrie zur Lackierung sind somit kaum Grenzen gesetzt. Auch hinsichtlich der Oberflächeneigenschaften punktet der UV-Excimer-Lack als wasserbasierte Variante – und zwar durch extrem matte Effekte, sehr gute Beständigkeit und kein Aufglänzen oder Verkratzen.
















