Anzeige

Anzeige

Lesedauer: 8 min
13. Oktober 2021
Umstellung der Produktionssoftware
Operation am offenen Herzen
Eine Operation am offenen Herzen ist risikobehaftet - ähnlich wie die Umstellung der Produktionssoftware im laufenden Betrieb eines Möbelfabrikanten. Für das progressive Traditionsunternehmen Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG vollzog sich dieser Wechsel in Zusammenarbeit mit den Spezialisten für Fertigungssoftware von Profilsys vollkommen problemlos. Und nebenbei erwies sich das neu installierte System während der Corona-Pandemie als äußerst vorteilhaft.
Ein Beispiel aus dem Sortiment von Assmann Büromöbel – Bild: Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG

Das heute in der dritten Generation geführte Familienunternehmen Assmann Büromöbel verfügt über viele Jahrzehnte Erfahrung im Möbelbau und produziert funktionelle und designorientierte Schreibtisch- und Stauraumsysteme. Dem ursprünglichen Unternehmensstandort im niedersächsischen Melle treu geblieben, fertigen inzwischen 375 Mitarbeiter hochwertige Büroeinrichtungen. Kontinuität, Verlässlichkeit und vorausschauendes Handeln stehen für den Hersteller dabei im Vordergrund. Digitalisierung und agile Entwicklung sind weitere wichtige Bausteine der Unternehmensphilosophie. Jede Investition richtet Assmann konsequent darauf aus, die eigenen Stärken kontinuierlich und nachhaltig auszubauen, um flexibel auf die Anforderungen des Marktes und der Kunden zu reagieren.

Agile Entwicklung und Optimierung der Lagerlogistik

Um weiter auf Erfolgskurs zu bleiben, stand die Umstellung auf eine neue, webbasierte und mobil nutzbare Generation von Software an. Gefragt war eine anpassungsfähige Fertigungsleittechnik mit der Möglichkeit zur Eigenleistung, ein systemübergreifendes Informationsmanagement im Produktionsbetrieb in Form einer ‚agilen Entwicklung‘, um bei Bedarf schnell und flexibel selbst die notwendigen Änderungen vornehmen zu können. Der Begriff ‚agile Entwicklung‘ bezeichnet Softwareentwicklungsprozesse zur Erhöhung von Transparenz und Veränderungsgeschwindigkeit, die zu einem schnelleren Einsatz des entwickelten Systems führen sollen. Risiken und Nebenwirkungen bzw. Fehlentwicklungen werden so fast ausgeschlossen. Wie das in der Realität funktioniert, zeigt bei Assmann die Fertigungsleittechnik von Profilsys. Schon um die Jahrtausendwende richtete der IT-Spezialist erfolgreich das Fertigungsleitsystem für den Möbelproduzenten auf Basis der modularen Software profiLag ein, das als Kommunikationsschnittstelle zwischen ERP, Maschinen, Lager, Transportmitteln und Lieferanten dient. In den folgenden zwei Jahrzehnten intensivierte sich die Zusammenarbeit mit Profilsys-Geschäftsführer Thomas Clausmeyer und seinem Team in allen Belangen rund um die Lagertechnik und Fertigungslogistik, u.a. mit dem Wechsel des ERP-Systems inklusive der notwendigen Anpassungen zur Verbesserung von Logistik und elektronischer Vernetzung von Lager und Arbeitsstationen.

Ein Blick in die Fertigung der Büromöbel – Bild: Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG

Modulbaukasten und Werkzeugkiste in einem

„Dinge schnell umsetzen – aber richtig und gut“, so beschreibt Uwe Bahr, Leiter Informationstechnologie und Organisationsabwicklung bei Assmann, die DNA des Büromöbelherstellers. Elementar dafür ist ein anpassungsfähiges, modernes und agiles System mit dem richtigen Werkzeug, um Änderungen eigenständig durchführen zu können. Mit der Unterstützung des langjährigen Partners und Spezialisten für Produktionslogistik und Automatisierungstechnik wurde die Umstellung auf die neue pd+ Software erfolgreich und ohne Einbrüche der Produktion im laufenden Betrieb vorgenommen. Webbasiert und cloudfähig aufgebaut, gliedert sich pd+ in umfangreiche Funktionsmodule wie Angebot, Auftrag, Stückliste, Einkauf, Produktion, Montage, Lager, Versand, Abrechnung, Außendienst, Lifecycle, Service und Zeiterfassung. Alle Funktionen lassen sich individuell zusammenstellen, einzeln verwenden oder in eine gemeinsame Benutzeroberfläche, die nahtlos an die vorhandene IT anknüpft, integrieren. Steuerung und Eingaben erfolgen über einen Webbrowser auf einem mobilen oder fest installierten, internetfähigen und mit dem vorhandenen Netzwerk verbundenen Endgerät. Über den Webserver lässt sich die Anbindung an verschiedene Datenbanken wie ERP, CNC-Daten, Zuschnitts-Optimierung etc. organisieren. Mit Webservices werden Maschinen, Steuerungen und Fremdsoftwarepakete der Lieferanten oder Kunden einfach direkt an pd+ angeschlossen. Das bedeutet mehr Unabhängigkeit und Flexibilität für die Anwender konstatiert Clausmeyer: „Für die Projektierung und Parametrierung stellen wir unseren Kunden einen offenen Werkzeugkasten zur Verfügung, mit dem sie schnell in „Eigenleistung“ Erweiterungen und Änderungen realisieren können.“

Do it yourself

„Mit der einfachen Programmierung über die offene HTML werden die Abläufe übersichtlich dargestellt und erleichtern so Änderungen“, zeigt sich Bahr über die nutzerfreundliche Software erfreut. Für die datenstromorientierte Anwendungsentwicklung setzt pd+ auf Node-RED, ein grafisches Open-Source-Entwicklungswerkzeug. Damit können in einer Ansicht unterschiedliche Nodes (Knoten) miteinander verbunden und verschiedene Abläufe einfach gesteuert werden, wobei jeder Knoten eine genau definierte und festgelegte Aufgabe hat. „Die Visualisierung des flexiblen und ausbaufähigen Systems zeigt uns grafisch, wo Hand angelegt werden muss und eignet sich optimal zum Selberlernen und -machen.“ Mit dem Werkzeugkasten können Druckberichte und Etiketten konfiguriert, mit SQL-Abfragen Daten aus den angebundenen Datenbanken gelesen oder geschrieben, Bildschirminhalte gestaltet, Eingaben eingelesen, Reporte erstellt, CAD-Daten angezeigt und alle weiteren Funktionalitäten genutzt werden. „In der Pandemie hat sich gezeigt, wie richtig wir mit unserer Entscheidung für pd+ lagen. Wir sind viel unabhängiger, Änderungen und Erweiterungen realisieren wir entweder schnell selbst oder online mit Profilsys via Team Viewer,“ so Bahr. „Damit verfügen wir in unserer agilen Entwicklung über kompetente Unterstützung, in Echtzeit.“

Umbruch und Initialzündung für die Zukunft

„Die Umstellung auf ein neues Software-System im laufenden Betrieb ähnelt einer Operation am offenen Herzen“, findet Bahr. „Da war es sehr beruhigend, Profilsys schon so lange zu kennen und zu wissen, dass wir uns auf sie verlassen können. Der Eingriff verlief ohne Komplikationen und wir haben jetzt das richtige Werkzeug, um selbst aktiv zu werden – und Hilfe, wenn wir sie brauchen. Wir sind bestens für die Zukunft gerüstet.“ Welche Schritte stehen mit diesem Rüstzeug für Assmann als nächstes auf der Agenda? „Was immer die Arbeit besser macht und uns hilft, Qualität und Effizienz zu steigern“, erklärt Uwe Bahr. „Ideen gibt es viele und wir sind sicher, dass uns Profilsys bei der Umsetzung optimal unterstützen wird.“

Das Traditionsunternehmen Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG steht seit 1939 für Qualität. Mit modernsten Fertigungsanlagen und der entsprechenden Software werden täglich 2.500 Möbelteile produziert. Traditionell erfolgt der Vertrieb ausschließlich über den Bürofachhandel. In enger Zusammenarbeit mit den Fachhandelspartnern setzt man auf die qualifizierte Betreuung der Geschäftskunden. Produktqualität, Termintreue und eine hohe Service-Bereitschaft stehen dabei im Vordergrund. Ein stetig wachsender Kundenkreis profitiert vom umfassenden Leistungsspektrum des Möbelproduzenten, das eine ausführliche Eingangsberatung, die Raumplanung und Auftragsbearbeitung sowie die Auslieferung und Möbelmontage vor Ort beinhaltet.

www.profilsys.de

www.assmann.de

Thematik: Holzbau
Profilsys GmbH
www.profilsys.de

Das könnte Sie auch interessieren

Bild: AS Matek
Bild: AS Matek
Knowhow aus Estland

Knowhow aus Estland

In privaten Haushalten in Deutschland wird die meiste Energie für die Erzeugung der Raumwärme verbraucht, noch vor der Produktion von Warmwasser und der Nutzung von Haushaltsgeräten.

Bild: ©uaPieceofCake/stock.adobe.com
Bild: ©uaPieceofCake/stock.adobe.com
Ein nachhaltiger Kunstharzlack?

Ein nachhaltiger Kunstharzlack?

Stoßfestigkeit, hohes Deckvermögen und gute Verlaufeigenschaften gehören zu den vielen Vorteilen von Kunstharz- bzw. Alkydharzlacken. Und trotzdem stehen sie gelegentlich in der Kritik. Umweltschützer mahnen besonders einen hohen Lösungsmittelanteil und mineralische Öle als Basis dieser Farben an. Dabei bieten Lackexperten wie die Farbenfabrik Oellers schon lange umweltverträglichere Alkydharze aus nachhaltigen Rohstoffen an.

Bild: Homag Group
Bild: Homag Group
Mehr Effizienz – Mehr 
Flexibilität – Mehr Leistung

Mehr Effizienz – Mehr Flexibilität – Mehr Leistung

Moderne Maschinen sollen Ressourcen schonen, effizienter sein und gleichzeitig hoch flexibel. Diesen Wünschen ist Homag gefolgt und hat eine neue Generation Maschinen für Nesting-Anwendungen ins Leben gerufen. Die beiden Modelle Centateq N-210 und Centateq N-510 wurden im 4. Quartal 2021 der Öffentlichkeit präsentiert und in den Markt eingeführt. Beide Maschinen bringen Nachhaltigkeit und Leistung auf den Punkt.

Bild: J. Schmalz GmbH
Bild: J. Schmalz GmbH
Aufgespannt mit Vakuum

Aufgespannt mit Vakuum

Bei der Bearbeitung von Holz treten hohe Kräfte auf. Für den effizienten und zugleich maßhaltigen Fräsprozess spielt daher die sichere Fixierung der Werkstücke eine entscheidende Rolle. Schmalz bietet für alle gängigen Maschinentische am Markt entsprechende Blocksauger an, die trotz hoher Querkräfte, rauer Oberflächen und geschwungener Konturen sicher spannen. Ganz neu: Die Saugerbaureihe S6 für SCM-Maschinen.

Bild: Egger Group
Bild: Egger Group
Neue Methode der 
Holzbeschichtung

Neue Methode der Holzbeschichtung

In der Holzbeschichtung steigen die Anforderungen kontinuierlich – Prozesssicherheit sowie eine effiziente und nachhaltige Produktion gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dabei sind Flüssigkeitspumpen in Beschichtungsanlagen ein entscheidender Faktor, denn mit einer modernen Doppelmembranpumpe lassen sich präzise Oberflächenergebnisse erzielen und Farben sowie Lacke ressourcenschonend einsetzen. Dass sich eine Investition dauerhaft lohnt, zeigt das Beispiel des Holzwerkstoffherstellers Egger Holzwerkstoffe am Standort Brilon. Das Unternehmen investierte in mehrere Doppelmembranpumpen von Timmer. Diese sorgen für hochwertige und gleichmäßige Beschichtungen, optimale Prozesse und Effizienz auf höchstem Niveau.

Bild: Atemag
Bild: Atemag
Zerspanen, schleifen, polieren, fräsen …

Zerspanen, schleifen, polieren, fräsen …

Die Aggregate-Spezialisten von Atemag entwickeln und produzieren Hochleistungsaggregate zum Zerspanen von Holz, Aluminium, Composite, Kunststoff und Weichkernmaterialien auf CNC-Bearbeitungszentren und Robotern. Im neu aufgelegten Highlight-Flyer präsentiert das Unternehmen Aggregatetechnologie, die für moderne Produktionen mit verschiedenen Anwendungen im Trend liegen. Eine Auswahl der Neuheiten stellen wir ausführlicher vor.

Anzeige