Modulares Lagerverwaltungssystem mit Staplernavigation

3D-Blick ins Lager

Bild: Linde Material Handling GmbH

Der Linde Warehouse Navigator hilft kleinen und mittelständischen Unternehmen, sämtliche Lagerprozesse digital zu organisieren. Er ist eine modulare Lösung, bestehend aus Lagerverwaltungs- sowie Kommissionier- und Staplerleitsystem. Sie verspricht dauerhafte Zeit- und Kostenersparnisse und wartet mit besonderen Optionen auf: Eine dreidimensionale Ansicht visualisiert das Lager inklusive der Waren in Echtzeit und weist den Fahrern die schnellste Route zum Zielort. Dabei dokumentiert die Software automatisch die Bewegungen der Ladungsträger über wechselnde Ablageorte hinweg.

Noch immer wickeln viele kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland und Europa ihre Lagerprozesse händisch über Tabellen, Listen und Papierausdrucke ab. „Das ist aber auf Dauer weder effizient noch zeitgemäß und geht zulasten von Ertrag und Wettbewerbsfähigkeit“, konstatiert Christoph Hock, Produktmanager Software Solutions. „Denn selbst bei Flottengrößen von im Schnitt drei bis vier Flurförderzeugen wird es schnell unübersichtlich, wenn Verwaltung von Warenein- und Warenausgang sowie Ein- und Auslagerungen per Zettelwirtschaft organisiert werden.“

Hilfe beim Schritt in die digitale Lagerverwaltung verspricht der Linde Warehouse Navigator. Sein Funktionsumfang lässt sich an verschiedene Lagerszenarien anpassen und schrittweise erweitern. Großen Wert haben die Entwickler auf übersichtliche, konfigurierbare Benutzeroberflächen gelegt, mobile Endgeräte lassen sich einbinden. Schulungen und Go-live-Unterstützung gehören zu jeder Paketlösung. Die benötigten Softwarelizenzen werden entweder käuflich erworben oder über eine monatliche Rate gemietet. Darin eingeschlossen sind auch die Gebühren für das Cloud-Hosting.

Zuverlässige Warenverfolgung und vollständiger Überblick

Einmal installiert, lassen sich mit dem Linde Warehouse Navigator sämtliche Bestellungen und Bestände sowie Warenbewegungen im Lager papierlos steuern, überwachen und dokumentieren. Die Basis bildet das Lagerverwaltungssystem (LVS) mit der Verwaltung von sämtlichen Lagerarten sowie Standardstrategien für die Ein- und Auslagerung. „Bereits in der Einstiegsversion bieten wir unseren Kunden aber auch Kennzahlen, auf deren Basis sie ihre Abläufe weiter verbessern können“, sagt Christoph Hock.

3D-Visualisierung aller Lagerplätze

Highlight der Software ist für Produktmanager Hock die 3D-Visualisierung aller Lagerplätze mit aktueller Belegung auf dem gesamten Werksgelände. Ausgewählte Artikel sind farblich markiert, ihre Position im Lager einfach zu erkennen. „Besonders hilfreich ist diese Funktion bei Blocklagern“, so Hock. Hinzu kommt die permanente Verfolgung der Ladungsträger über das optionale Real-Time-Locating-System (RTLS).

Staplerleitsystem (SLS)

In Verbindung mit dem RTLS koordiniert das Staplerleitsystem (SLS) die Routen der Flurförderzeuge in Echtzeit und zeigt alle im Lager tätigen Stapler sowie AGVs an. Fahraufträge werden von den Mitarbeitern entweder manuell generiert, beispielsweise über drag&drop in der Lagervisualisierung oder über ein Stapler-Ruf-System (Call Button). Alternativ erfolgt die Auftragsvergabe automatisch, zum Beispiel aus dem ERP-System über eine Schnittstelle oder bei Unterschreiten vordefinierter Schwellenwerte. Die optimale Strecke zum Zielort wird den Fahrerinnen und Fahrern über Pfeile in der 3D-Ansicht gewiesen. Quelle und Ziel des Fahrauftrags sind zudem farblich markiert.

Kommissionierleitsystem

Der dritte Baustein des Linde Warehouse Navigators ist das Kommissionierleitsystem. Kleinere Aufträge mit vielen Einzelpositionen bündelt das System für die parallele Kommissionierung (Multi-Order-Pick). Größere Aufträge können in mehrere Teilaufträge gegliedert und anschließend konsolidiert werden.

Last, but not least trägt die Softwarelösung zu einer Harmonisierung der betrieblichen IT-Landschaft bei und reduziert die Zahl der Ansprechpartner. Schmalgangfahrzeuge und automatisierte Geräte lassen sich über Standard-Schnittstellen integrieren. „Das sorgt für kurze Inbetriebnahmezeiten und reduzierte Kosten“, erklärt Christoph Hock.

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