In welchem Lager lohnt sich Automatisierung?

 Die Automatisierungslösung muss zum Lager passen - und dabei technischen und wirtschaftlichen Mehrwert bringen.
Die Automatisierungslösung muss zum Lager passen – und dabei technischen und wirtschaftlichen Mehrwert bringen.Bild: sysmat GmbH

So gut wie jede Branche hat dasselbe Problem: Fachkräftemangel. Das ist bei der Logistik nicht anders. Auch hier führen fehlende Mitarbeiter zunehmend zu Engpässen, sinkender Produktivität und steigenden Personalkosten. Wie könnte ein Ausweg aussehen? „Der Fachkräftemangel trifft die Logistik mit voller Wucht – besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen“, weiß Rainer Schulz, Geschäftsführer von Sysmat und Experte für Automatisierung. Abhilfe schaffz intelligente und skalierbare Automatisierung, die auch in kleineren Betrieben wirtschaftlich arbeitet. „Das ist kein Privileg mehr der Industrie. Dank moderner, modularer Techniken lassen sich auch kleinere Lager nach und nach automatisieren – passend zu Bedarf und Budget.

Automatisierung – ein Schreckensbild?

Gezielt umgesetzt, stabilisieren diese Lösungen Prozesse und machen zugleich unabhängiger von schwer zu besetzenden Personalstellen. Dennoch: Viele Mittelständler schrecken vor dem Begriff Automatisierung zurück. Zu teuer, zu lange Projektlaufzeiten, zu viele betriebliche Veränderungen lauten die Sorgen. Dabei erzielen schon kleine Maßnahmen große Wirkungen: Fahrerlose Transportsysteme (FTS) übernehmen Routinetätigkeiten, automatisierte Kleinteilelager entlasten die Kommissionierung. „Häufig sorgen bereits halbautomatisierte Lösungen für mehr Produktivität und weniger Personalbedarf“, sagt Schulz. „Zudem überbrückt das nicht nur Engpässe – es verbessert auch Qualität, Verfügbarkeit und Transparenz von Prozessen.“ Deswegen bieten sich skalierbare Lösungen an, die sich an die bestehende Lagerstruktur sowie das Auftragsvolumen anpassen lassen.

Mehrwert schafft Unabhängigkeit

Bei der Umsetzung geht es vor allem um eins: zu analysieren, an welchen Stellen sich Automatisierung eignet und wo es sinnvoller ist, manuell weiterzuarbeiten. „Wichtig ist, dass die Lösung zum Unternehmen passt und Mehrwert bringt – nicht nur technisch, sondern vor allem wirtschaftlich und operativ. Dabei sollte Unabhängigkeit vom Arbeitsmarkt entstehen.“ Denn fest steht: Die Suche nach geeignetem Lagerpersonal wird auch künftig nicht einfacher. Bereits heute fehlen in diesem Bereich zehntausend Arbeitskräfte – Tendenz steigend. Für mittelständische Betriebe bedeutet das: Wer heute investiert, fertigt morgen unabhängiger. „Gerade für kleine Lager ist das ein großer Hebel, um wettbewerbsfähig zu bleiben, auch ohne zusätzliche Köpfe“, schließt Schulz ab.