Automatische Inspektionssysteme

Automatisierte Inspektion

Inspektionssysteme hochwertiger Holzwerkstoffplatten müssen hundertprozentig funktionieren. Sie sind Vertrauenssache. Dafür setzt Egger als einer der größten Hersteller von Holzwerkstoffen auf einen norwegischen Partner.
 Das Argos System erkennt Mängel im 1/10mm-Bereich.
Das Argos System erkennt Mängel im 1/10mm-Bereich.Bild: Argos Solutions AS

Argos Solutions hat bereits 2011 das erste automatische Inspektionssystem an Egger geliefert, einen der weltweit führenden Hersteller. Jetzt, 10 Jahre später, ist dieser Kunde zu einem Entwicklungspartner geworden und hat insgesamt sieben Oberflächenscanner von Argos Solutions erworben.

Das Familienunternehmen Egger wurde 1961 in Österreich gegründet und hat sich in den letzten 60 Jahren zu einem internationalen Marktführer entwickelt. Egger ist nicht nur einer der größten Anbieter von hochwertigen Holzwerkstoffplatten, sondern auch bekannt für seinen innovativen Fokus auf Technologie und Nachhaltigkeit. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter beschäftigt und hat sich ‚Mehr aus Holz‘ auf die Fahnen geschrieben. Ohne die besten Qualitätsprüfungssysteme lässt sich dieser Anspruch nur schlecht verwirklichen.

Argos war die beste Wahl

Im Jahr 2011 war Argos Solutions dank einer neu entwickelten Technologie der einzige Anbieter, der eine nachgewiesene Erfolgsbilanz für Inspektionssysteme bieten konnte, die für Spanplatten- und MDF-Produktionen geeignet waren. Das traf sich nicht schlecht, denn Egger war damals auf der Suche nach einer Lösung für die zuverlässige Prüfung geschliffener Spanplatten.

Zu dieser Zeit stellte Egger, seine Produktion auf die Lean Six Sigma-Prinzipien um. Die Oberflächeninspektion von Argos entsprach perfekt diesen Methoden, die darauf abzielen, die Leistung zu steigern und die Produktabweichungen zu verringern.

Das Prinzip der besten Wahl galt auch für Argos. Für Tor Gustavsen, den Geschäftsführer von Argos Solutions, zählte Egger immer zu den Firmen, mit denen er unbedingt zusammenarbeiten wollte. „Ich habe so viel Respekt vor dem Familienunternehmen und der Art, wie sie arbeiten, dass ich wusste, dass wir gut zueinander passen könnten“, sagt Gustavsen und erinnert sich: „Als sie Unterstützung bei der Six-Sigma-Implementierung brauchten, hat Egger uns kontaktiert – und ich war zuversichtlich, dass wir die Kompetenz hatten, die Effizienz in ihren Produktionslinien zu verbessern.“

Die Einbeziehung in die Lean Six Sigma-Projekte lieferte genaue Ergebnisse und Rückmeldungen über die Leistung von Argos und bot Egger die beste Grundlage für die Bewertung der direkten Auswirkungen auf die Produktion.

Die Sortiergenauigkeit verbessern

Der Hauptgrund für die Installation des Argos Systems war die Verbesserung der Sortiergenauigkeit der Rohplatte, um Rückstufungen in den Beschichtungsanlagen aufgrund von Oberflächenfehlern der Rohplatte zu vermeiden. Speziell für dünnes Papier und hochglänzende Oberflächen, bei denen Unvollkommenheiten in der Oberfläche der Rohplatte durch die laminierte Oberfläche durchscheinen und leicht zu erkennen sind.

Das Produktionsteam von Egger erkannte das ungenutzte Potenzial bei der Optimierung der Gesamtanlagenqualität der Produktion. Das Ziel war klar. Es galt eine einheitlichere und kundenspezifischere Sortierung in der Schleiflinie umzusetzen.

Manuellen Prüfung in der Schleiflinie war mangelhaft

Zu dieser Zeit gab es Probleme mit Mängeln und eine unnötige Anzahl von Rückstufungen aufgrund der Schwankungen bei der manuellen Prüfung in der Schleiflinie. Dies führte zu Problemen zwischen den verschiedenen Abteilungen. Die Entscheidung, das Argos-System zu implementieren, erwies sich als wirksame Problemlösung. Die Vorteile waren allen schnell klar.

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