
Natürlich wartet Massivholz auch mit zahlreichen Vorteilen auf. Andernfalls ließe sich wohl kaum erklären, warum es als Baumaterial eine feste Stellung in vielen Anwendungen einnimmt. Zu den größten Vorteilen gehört seine Robustheit und die Langlebigkeit, die damit einher geht: Massivholz kommt für alle Möbel infrage, seine Anwendungsdauer ist enorm, auch weil es wenig anfällig für Feuchtigkeit ist. Zudem wird es nicht chemisch behandelt, ist also hochwertig und nachhaltig. Es gibt viele gute Gründe, sich beim nächsten Projekt für Massivholz zu entscheiden.
Von Maschinenkonzepten bis zu Fertigungskomponenten
Nur wie kann man es zeitgemäß bearbeiten? Darüber schaffen die HOB-Redaktion und das IfW der Universität Stuttgart Klarheit und laden zu den diesjährigen HOB Days ein. Denn im Rahmen unserer Fachtagung zeigen namhafte Referenten, wohin die Reise geht. Sie stellen Maschinenkonzepte und wegweisende Fertigungskomponenten vor. Ganz gleich ob Werkzeuge, Softwaresysteme oder nachhaltige Bearbeitungsstrategien – unsere Referenten vermitteln tiefe Einblicke in neuste Technologien und fortschrittliche Verfahren, die die traditionelle Massivholzbearbeitung bereichern.








Effiziente Prozesse, gesteigerte Produktivität
Automatisierung ist bei alldem keine Floskel, sondern das Versprechen, die Holzbearbeitung fit für die Zukunft zu machen. Sich vor ihren Potenzialen zu verschließen, das hieße, das Angebot ganz reeller Effizienzsteigerung auszuschlagen. Denn: „Die Automatisierung der Massivholzbearbeitung bietet die Möglichkeit, Prozesse effizienter und präziser zu gestalten, die Produktivität zu steigern und die Qualität der Produkte zu verbessern“, wie es Florian Mauch ausdrückt, der auf den diesjährigen HOB Days für Reichenbacher spricht. „Der Einsatz von Robotern und CNC-Maschinen optimiert Arbeitsabläufe und senkt Kosten.“ Für die Holzbearbeitung gilt wohl wie für keine andere Branche: Individuelle Kundenwünsche, Losgröße-1-Fertigung und Handwerksarbeit bedingen einander. Kein Wunder also, dass der Vertriebler hier eine weitere Chance sieht: „Automatisierung ermöglicht eine flexiblere Produktion und eine schnellere Reaktion auf Kundenwünsche.“
Intelligente Werkzeuge für hohe Qualität
Nun ist aber Massivholzbearbeitung nicht gleich Massivholzbearbeitung, sondern es gilt, je nach Fertigung zu entscheiden und die entsprechenden Potenziale zu bergen. Das sieht auch Markus Sturm so, Branchenmanager Holzbau bei Leitz: „Die zunehmende Bedeutung von konstruktivem Holzbau im Wohnbau bringt Herausforderungen mit sich – Herausforderungen wie z.B. die Bearbeitung neuartiger Materialien oder die Verwendung besonderer Verbindungstechniken.“ Als Produzent müsse man sich diesen Herausforderungen stellen – nach Möglichkeit automatisiert, versteht sich. „Intelligente Werkzeuge und Prozesse sind dabei der Schlüssel für hohe Produktivität und Qualität. Notwendig ist hier vor allem das Betrachten der kompletten Prozesskette.“ Mit dieser Einschätzung steht Sturm nicht alleine da. Auch Sven Rassbach, Produktentwickler bei Ceratizit, spricht sich für die richtigen Werkzeuge aus: „In den letzten 15 Jahren haben wir uns das Knowhow angeeignet, Hartmetall nicht nur zu recyceln, sondern aus sekundären Rohstoffen auch neue Produkte von mindestens gleicher Qualität herzustellen.“ Damit biete sich auch in der Massivholzbearbeitung das Potenzial, die Umweltbelastung durch Werkzeuge zu verringern, ohne auf Leistung verzichten zu müssen.
















