Holzbauwerke

Kultur auf Holz, Glas und Alu gebaut

In der Gemeinde Skellefteå im nördlichen Schweden steht eines der weltweit höchsten Gebäude aus Holz und Aluminium: das Sara Kulturhus. Das von White Arkitekter entworfene zwanzigstöckige Gebäude, das unter anderem eine Konzerthalle, ein Spa und ein Hotel beherbergt, ist ein Musterbeispiel für grünes Bauen - ausgestattet mit einem speziellen Aluminiumsystem für die Bauwirtschaft.
 Der Hotelbereich des Sara Kulturhus besteht aus vorgefertigten hölzernen Raummodulen mit Panoramaverglasung.
Der Hotelbereich des Sara Kulturhus besteht aus vorgefertigten hölzernen Raummodulen mit Panoramaverglasung.Bild: Aluprof SA / ©Sven Burman

Das Objekt, mit dessen Bau im Herbst 2018 begonnen wurde, ist zu einem Symbol und Wahrzeichen der Region geworden. Benannt wurde das Bauwerk nach einer der bedeutendsten schwedischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, die in der Gemeinde Skellefteå geboren wurde: Sara Lidman. Die Grundidee des Designers war es, ein Gebäude zu schaffen, das Kultur und Unterhaltung miteinander verbindet. Inspirierende Begegnungen, Ausstellungen, Konzerte, Aufführungen und Bankette finden im Sara Kulturhus statt, einem sich dynamisch entwickelnden Raum für die Bewohner der Stadt und Gäste aus ganz Schweden sowie dem Rest der Welt. Das Gebäude besteht aus zwei Teilen, einem niedrigeren und einem höheren. Der niedrigere, vierstöckige Teil beherbergt sechs Räume, die als Konferenz-und Veranstaltungsräume für 3.200 Personen genutzt werden können. Der höhere Teil beherbergt als 80m hoher Turm 250 luxuriöse Hotelzimmer, ein Restaurant mit Panoramablick und ein Spa.

Ziel der bei diesem Bauvorhaben zusammenarbeitenden Unternehmen war es, ein umweltfreundliches und energieeffizientes Gebäude zu schaffen. Das hauptsächlich aus Holz, Aluminium und Glas bestehende Objekt ist eine Weiterführung der Holzbaustrategie der Gemeinde Skellefteå. Die traditionell skandinavische Holzbauweise trifft hier auf neueste technische Lösungen, die das Projekt zum Inbegriff von nachhaltiger Planung und grünem Bauen machen.

Der niedrigere Teil des Gebäudes, in dem die Kultureinrichtungen untergebracht sind, besteht aus vorgefertigten Holzelementen. Diese sind mit Betonplatten verstärkt, um die Last des Turms zu verteilen. Für die Verglasung wurde das speziell für dieses Bauvorhaben modifizierte System MB-SR50N HI+von Aluprof verwendet. „Im niedrigeren Bereich des Objekts wurde das Fassaden-System MB-SR50N HI+ verbaut, das mit einer Verglasung von bis zu 1.100kg ausgestattet werden kann und so einen erstaunlichen Panoramablick aus dem Gebäudeinneren ermöglicht“, erklärt Piotr Mika, Leiter derAbteilung für technischen Support bei Aluprof. „Abgesehen von seinen ästhetischen Werten garantiert das System die Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit der Konstruktion. Die Pfosten-Riegel-Fassade verfügt über eine Polyethylen-Dämmung, die nicht nur eine sehr gute thermische (Uf ab 0,59 W/m2K) und akustische Isolierung bietet, sondern auch die Montage zusätzlich erleichtert. Darüber hinaus verlieh das Passivhaus Institut in Darmstadt dem System MB-SR50N HI+ das A+-Zertifikat und empfiehlt es so für den Einsatz in Passivhäusern.“

Vorgefertigte hölzerne Raummodule

Der Hotelbereich des Sara Kulturhus besteht aus vorgefertigten hölzernen Raummodulen mit Panoramaverglasung, die den Himmel reflektiert und so von außen den Eindruck erweckt, dass der Turm frei über dem Kulturzentrum schwebt. Besonders an der Konstruktion ist die sogenannte zweischalige Fassade, die die Energieeffizienz des Gebäudes erhöht. Die Fassade des oberen Bereichs besteht aus einer reflektierenden Doppelverglasung, wodurch der Eindruck vermittelt wird, dass sie mit der Umgebung verschmilzt. Die Außenhülle des Gebäudes basiert auf dem eigens für dieses Projekt entwickelten Aluprof-System MB-SW55. Dieses hat vom schwedischen Unternehmerverband Byggvarubedömningen die Umweltzertifizierung Breeam-SE Golderhalten. Der Verband aus schwedischen Immobilieneigentümern und Bauunternehmern bewertet Projekte auf dem schwedischen Markt anhand ihrer Nachhaltigkeit.

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